... weil wir einander brauchen

Donnerstag, 13. Januar 2011

„Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten.“
(Nehemia 3,38)

Ergänzender Text: Nehemia 3,1–32

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Zur Mammutaufgabe gehören viele, viele Hände. Die Jerusalemer Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen – eine riesige Aufgabe. Das konnte nur gemeinsam angepackt werden. Wer selbst einmal Natursteinmauerwerk gesetzt hat, weiß: Das ist mühsam! Nicht jeder Stein passt zum anderen. Die Bauleute arbeiten Hand in Hand. Die Qualität der Mauer braucht die funktionierende Zusammenarbeit. Fachleute, Ungelernte, Bedächtige, Enthusiasten, Starke, Schwache, alle reihen sich ein. Bei aller Unterschiedlichkeit – sie sind aufeinander angewiesen.

„Wir bauen gemeinsam!“ stand über dem Allianz-Bauvorhaben. Eine Kleinigkeit – im Verhältnis zur Jerusalemer Stadtmauersanierung. Gemeinsam haben wir es geschafft. Zwar standen wir nicht nebeneinander am Bau in Bad Blankenburg. Im Opferbringen durch Geld und Gebet aber schon viele von uns. Der Bau des Reiches Gottes ist auch ein Mammutprojekt. Wir brauchen einander!

Zum Erfolgserlebnis wird die Gemeinsamkeit des Mauer-,Tore- und Türme-Bauens in Jerusalem. Jetzt sind die Menschen wieder geschützt. Die gemeinsame Arbeit schweißt zusammen. Täglich lernen sie sich am Mauerprojekt verstehen und schätzen. Das fehlt uns. Wir lassen bauen. Wir schwitzen kaum noch selbst, wenn Kirchen oder Gemeindehäuser entstehen. Die Erfahrung der Gemeinsamkeit hält sich in Grenzen.

Wie schwitzen wir, um gemeinsam Gemeinde Jesu zu bauen? Stehen wir da nebeneinander, bei allen Unterschieden der Gemeindezugehörigkeit? Am Beispiel „ProChrist“ entdecken verschiedene Gemeinden oft, dass sie einander brauchen. Gemeinsame Gebete und Dienste lassen zusammenwachsen. Hier liegt ein Geheimnis der Frucht.

Zur Ermutigung für das Weiterbauen stand dann die fast fertige Mauer da. Wir haben einander gebraucht! Das macht Mut. Nicht das Resignieren über die Zerstrittenheit der Christenheit oder über die verloren gegangenen Werte soll unser Erkennungszeichen sein. Sondern das gemeinsame Dienen und Beten. Daran können uns Noch-Nicht-Christen erkennen. Dann werden auch Gemeinden und Werke zur Ehre Gottes wachsen.

Wolfhart Neumann, ProChrist-Referent i. R., Brandis

Zum Beten

Gebetsschwerpunkte

  • Einander entdecken und kennenlernen – vor Ort
  • Füreinander namentlich beten, um Hochachtung voreinander zu bekommen
  • inander dienen, weil wir einander brauchen – vor Ort und im Land

Anbetung und Dank

  • Jesus Christus ist der eine, ungeteilte Herr
  • ER betet für uns, dass wir eins sein können
  • ER schafft die Einheit, die uns fehlt
  • ER legt Segen auf das gemeinsame Wirken in dieser Welt

Buße und Beugung

  • Vergib, wo wir allein für uns bauen
  • Vergib unsere enge Sicht
  • Vergib, dass wir das Miteinander zu wenig genutzt haben

Bitte und Fürbitte

  • Dass die Einheit im Gebet wie im Dienen wächst
  • Dass wir diakonische oder evangelistische Projekte wählen, die unsere Gemeinsamkeit herausfordern
  • Dass wir die Gemeinsamkeit als öffentliche Wirkung erkennen
  • Dass wir unsere Unterschiedlichkeiten zurückstellen können
  • Dass die Mammutaufgabe „Bau des Reiches Gottes“ Priorität bekommt

Micha-Initiative: Sierra Leone - Gesundheitsversorgung von Müttern

In Sierra Leone besteht für eine von acht Müttern die Gefahr, bei einer Schwangerschaft oder Geburt zu sterben. Diese Rate zählt zu den höchsten der Welt. Beten wir für eine bessere und flächendeckende Gesundheitsversorgung, und dafür, dass das neue Gesundheitsprogramm zur kostenlosen Behandlung von Müttern und Kindern gut umgesetzt wird und Erfolge verzeichnet.

Gestaltung – 3 Varianten

  • Spielerisch: Jenga-Holzbausteine besorgen oder vom Schreiner herstellen lassen. Drei Dreier-Teams, aus den verschiedenen Gemeinden gemischt. Sie bauen vor den versammelten Betern drei „Jerusalemer Stadttore“. Alle Jenga-Steine müssen verbaut werden.
  • Musikalisch: Mehrere Instrumente liegen bereit. Spontan werden „Musiker“ aus den versammelten Betern gesucht, die ohne Übungszeit etwas gemeinsam „musizieren“.
  • Textbausteine auf dem Overheadprojektor: Der biblische Satz Neh. 3,38 ist aus zerschnittenen Worten zusammenzusetzen. Aus jeder anwesenden Gemeinde ist ein Beter am Projektor und erhält die gleiche Anzahl Teile.
  • Für das gemeinsame Gebet: Stichwortzettel mit örtlich-konkreten Gebetsanliegen für jeden Beter werden verteilt oder gezogen.

Zum Singen

  • Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen (EG 170)
  • Herz und Herz vereint zusammen (EG 251)
  • Gut, dass wir einander haben
  • Glauben heißt Wissen: es tagt