... bleibt nicht ohne Folgen

Dienstag, 11. Januar 2011

Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott und sprachen: Herr, du hast Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht. – Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort; strecke deine Hand aus, dass Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus. Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut.
(Apostelgeschichte 4,24.29–31)

Ergänzender Text: 1. Petrus 4,10–14

© Mario Aguilar | Dreamstime.com

Vieles in unserem Leben bleibt ohne Folgen. Trifft dies auch auf unser Beten und Dienen zu? Wir haben aus der Bibel so wunderbare Zusagen zum Gebet und wir haben sicher selbst schon auf vielerlei Weise erfahren, wie Gott aufgrund unserer Gebete gehandelt hat.

Aber auch das andere mussten wir schmerzhaft erfahren: Wir stecken in Not und Anfechtung, in Krankheit und Bedrängnis und haben den Eindruck: Gott hört nicht, er handelt nicht so, wie wir beten. Das kann uns irritieren, verwirren, in Frage stellen: Wir verstehen das nicht. Auch die Menschen der Bibel kannten solche Situationen. Luther hat einmal gesagt: „Alle, die Gott im rechten Glauben mit Ernst von Herzen anrufen, werden gewiss erhört und empfangen, was sie begehrt und gebeten haben, wiewohl nicht sobald auf diese Stunde, Zeit, Maß oder eben das, darum sie bitten; doch sie kriegen ein viel Besseres, Größeres und Herrlicheres...“.

In all unserem gemeinsamen Beten, Dienen und Glauben wollen wir bedenken, dass die Wege des Herrn, seine Absichten und Pläne besser und höher sind als die unseren. Wenn sein Wille geschieht, dann geschieht das Beste, auch wenn das für uns nicht immer gleich verständlich ist. Wir schließen unsere gemeinsamen Gebetszeiten oft mit dem „Vaterunser“ ab und beten: „ Dein Wille geschehe“. Wenn wir das ehrlich meinen, geben wir dadurch die Entscheidung über unser Gebetsanliegen an IHN, den Herrn, ab - im Glauben, dass sein guter Wille geschieht und wir am Ende nur darüber staunen können.

Wir leben in dieser Spannung von Gottes Zusagen und ihrer Erfüllung, zwischen meinem Willen und Gebet und seinem souveränen Willen für mich selbst und unsere Welt. Für uns Beter geht es nicht in erster Linie darum, ob unsere Bitten erfüllt werden, sondern ob und wie der Wille Gottes erfüllt wird und wir uns in aller Freude eins machen können mit seinem Willen. So gesehen bleibt unser Beten und Dienen nie ohne Folgen. Gott sei Dank!

Horst Weippert, Leiter des MännerGebetsBund, Gärtringen

Zum Beten

Dank und Anbetung

  • für das Geschenk und das Vorrecht des Gebets
  • für die wunderbaren Zusagen Gottes zum Gebet
  • für die vielerlei Gebetserfahrungen bisher in unserem Leben
  • für die persönliche und gemeinsame Begegnung mit dem Herrn Jesus im Gebet
  • für die Gemeinschaft mit anderen Menschen im Gebet

Buße und Beugung

  • wenn wir dem Herrn nicht voll vertraut haben
  • wenn wir die Möglichkeiten des Gebets nicht genutzt haben
  • wenn wir resigniert haben in unseren Gebeten

Bitte und Fürbitte

  • dass Vorbilder im Gebet gewonnen werden
  • dass wir in unserem gemeinsamen Gebet eins sind vor dem Herrn und seinem Willen
  • dass wir sein Handeln, das über unseren Horizont hinausgeht, verstehen lernen
  • dass wir staunen können, wenn er uns Größeres gibt als wir erbitten
  • dass sein Wille geschieht
  • dass unsere Gebete Folgen haben in unserem Leben, in unserer Gemeinde, an unserem Ort und in der Welt

Micha-Initiative: Situation von Frauen

Alle neun Minuten wird in Indien eine Frau von ihrem Ehemann oder Verwandten gequält, die Zahl von Vergewaltigungen ist in den vergangenen Jahren massiv in die Höhe geschnellt. Doch in Bezug auf Rechte für Frauen gibt es auch Fortschritte im Land. Vor etwa zehn Jahren wurde ein Gesetz beschlossen, das eine Frauenquote von 33% in kommunalen Parlamenten vorsieht. Zudem gelingt es vielen Frauen, durch Kleinkredite wirtschaftlich aktiv zu werden und ihre Position zu stärken. Beten wir für eine Fortsetzung der positiven Entwicklungen!

Hinweise zur Gestaltung

Zu Beginn, ca. 10–15 Minuten, sollten die Beter Zweiergruppen bilden, sich über ihre Gebets- und Diener-Erfahrungen kurz austauschen und kurz miteinander beten. Erst dann kann eine Verkündigung und eine größere Gebetszeit sich anschließen.

Zum Singen

  • Tut mir auf die schöne Pforte (EG 166)
  • Du hast uns, Herr, gerufen, und darum sind wir hier (EG 168)
  • Herr, wir sind zu dir gekommen, um in deinem Dienst zu stehn
  • O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus