Zeugen sein – damit der Glaube wächst
Montag, 11. Januar 2010
„Auch mit vielen andern Worten bezeugte er das und ermahnte sie und sprach: Lasst euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“
(Apostelgeschichte 2,40–42)
Ergänzender Text: Epheser 4,11–16
Kinder wachsen heran. In der Natur beobachten wir Jahr um Jahr den Prozess von Wachsen und Reifen. Die Wirtschaft soll wachsen. Wenn Nullwachstum ist, ist etwas nicht in Ordnung, ist ein Organismus krank, sind Wachstumshemmer am Werk, die überwunden werden müssen. Warum ist Wachstum nötig? Damit ein Ziel erreicht wird: Kinder sollen selbständig werden, in der Natur soll Frucht reifen, in der Wirtschaft sollen Beschäftigung und Wohlstand gefördert werden. Auch unser Glaube soll nicht stagnieren, sondern wachsen, reifen und Frucht tragen, für Gott und Menschen, für Zeit und Ewigkeit.
Wachsen nach oben, zu Jesus Christus hin
Ihn immer besser kennenlernen in seinem Wort und Wirken, ihn immer mehr suchen im Gebet und in der Gemeinschaft, ihm immer mehr vertrauen und gehorchen. Wachsen heißt, dass Jesus in mir größer wird und ich mit meinem alten Wesen „schrumpfen“ darf (Johannes der Täufer in Johannes 3,30).
Wachsen nach innen, in die Gemeinschaft der Christen hinein
Wir dürfen einander als Christen ermutigen, Jesus Christus besser kennen zu lernen. Wir dürfen einander in der Liebe Gottes geschwisterlich, barmherzig und demütig begegnen. Wachsen heißt, anderen Christen dienen und im Glauben weiterhelfen.
Wachsen nach außen, in die Welt hinaus
Das Licht des Evangeliums nicht verbergen aus Menschenfurcht oder Gleichgültigkeit, sondern es weitergeben an Menschen, die Jesus Christus noch nicht kennen. Vielleicht denken wir: Was kann ich schon sagen oder tun? Aber rechnen wir mit seiner Kraft und Vollmacht, mit seinen Möglichkeiten! Wachsen heißt, global und lokal denken, beten und glauben, dass Menschen Jesus Christus kennen lernen. Wachsen heißt: den Mut gewinnen, zu unseren persönlichen Überzeugungen zu stehen; die göttlichen Werte in der Öffentlichkeit vertreten; die Nöte der Menschen sehen lernen und sich an der göttlichen Rettungsaktion beteiligen mit unseren Gebeten und Gaben, mit unserem Reden und Tun.
Horst Weippert, Leiter des MännerGebetsBund
Zum Beten
Anbetung/Dank
- für das einzigartige Geschenk des Glaubens
- dass wir die Möglichkeit haben, im Glauben wachsen zu können
- dass Gott Wachstum im Glauben bewirkt und den Glauben stärkt
- für das Vorrecht des Gebets
- für das Vorrecht, sein Wort zu hören
- für das Vorrecht der Gemeinschaft mit anderen Christen zu unserer Stärkung
Buße/Beugung
- wir lassen es oft nicht zu, wenn Jesus bei uns Wachstumshemmer überwinden will
Bitte/Fürbitte
- dass wir im Glauben, Gebet, Brotbrechen und in der Gemeinschaft bleiben
- dass Jesus uns zeigt, was unseren Glauben hemmt oder behindert
- um neue Leidenschaft für Jesus Christus
- um den Willen zum Wachsen im Glauben
- dass wir Jesus Christus immer besser kennenlernen
- dass wir wachsen in der Liebe zu anderen Menschen (Christen und Nichtchristen)
- dass er unser Zeugnis bei anderen Menschen zum Wachstumsförderer werden lässt
- dass wir unser Erleben mit Jesus Christus gerne mit anderen teilen
Zum Singen
- Es gibt bedingungslose Liebe
- Herr, das Licht deiner Liebe leuchtet auf
Micha-Initiative: Primarschulbildung für alle
Eins von sieben Kindern kann nicht in die Schule gehen, weil es arbeiten muss. Ohne Bildung sind Kinder anfälliger für Ausbeutung und haben weniger Chancen, sich selbst aus der Armut zu befreien. Wir beten, dass Politiker in ihrer Bildungspolitik nach Gerechtigkeit streben, um besonders Kindern von armen Familien eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Impuls zum Jahr der Stille
Gebet der Stille
Ich bin da – in diesem Raum, auf diesem Platz, in meinem Leib, in meinem Atem.
Ich bin da vor Gott. Ich brauche nichts zu tun. Ich darf in seiner Gegenwart sein.
Ich darf ihm überlassen, was mich bedrückt, ihm überlassen, was mich freut.
Quelle unbekannt


