Zeugen sein – damit es der "Stadt" gut geht

Mittwoch, 13. Januar 2010

„Philippus aber kam hinab in die Hauptstadt Samariens und predigte ihnen von Christus. Und das Volk neigte einmütig dem zu, was Philippus sagte, als sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Denn die unreinen Geister fuhren aus mit großem Geschrei aus vielen Besessenen, auch viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden gesund gemacht; und es entstand große Freude in dieser Stadt.“
(Apostelgeschichte 8,5–8)

Ergänzender Text: Jeremia 29,7

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Wie sollen die Menschen in unseren Orten von Jesus hören, wenn die Christen es ihnen nicht sagen? Wie sollen die vielen, die ohne Gott leben, seine Liebe erfahren, wenn es ihnen keiner vorlebt und durch Zeichen der Nächstenliebe erfahrbar macht? Hinzu kommt die alte Erfahrung: Veränderte Herzen prägen Verhalten und Tun – und sie verändern die Umgebung, langfristig auch den Ort, die Stadt und die Gesellschaft. Wenn Christen leben, wozu Jesus sie eingesetzt hat – nämlich Salz und Licht für ihre Umgebung zu sein – dann geht es auch der Stadt gut. Das war schon die Ermutigung von Jeremia für das Volk Israel in der babylonischen Fremde: Betet für die Stadt und tut ihren Bewohnern Gutes, dann wird das für alle zum Segen (Jeremia 29,7).

Ein schönes Beispiel für die Veränderung einer Stadt ist das Wirken des Apostels Philippus in Samaria. Er predigt unerschrocken das Evangelium von Jesus. Gott bekräftigt seinen Dienst durch Wunder an Kranken und Gebundenen. Der Heilige Geist öffnet vielen das Herz und sie kommen zum Glauben. Sichtbares Ergebnis ist „große Freude in dieser Stadt“. So wünschen wir uns das doch auch für unseren Ort. Woran liegt es, dass es nicht allzu oft geschieht? An Gott sicher nicht, der will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2,4). An der Kirche auch nicht, denn die sind wir. An unserer Erwartungs- und Vollmachtsarmut vielleicht. An mangelnder Freude und Dynamik in unserem eigenen Glaubensleben vielleicht auch.

Wie ist das zu ändern? Durch Beten! Und durch eine neue Öffnung für Gottes Geist, der uns Freude, Mut und Ausdauer geben will, um uns zu glaubwürdigen Zeugen zu machen. Damit Menschen es erfahren, mit Jesus in Beziehung treten – und es damit der Stadt immer besser geht! 

Axel Nehlsen, Geschäftsführer von Gemeinsam für Berlin

Zum Beten

Anbetung/Dank

  • für alle Einrichtungen am Ort, die Menschen in sozialen oder menschlichen Nöten helfen
  • für alle Christen, Gemeinschaften und Dienstgruppen am Ort
  • für die Christen, die Verantwortung in der Öffentlichkeit wahrnehmen
  • für die Menschen, die für das Wohl der „Stadt“ arbeiten

Buße/Beugung

  • Wir beteiligen uns oft nicht daran, dass es der „Stadt“ gut geht

Bitte/Fürbitte

  • dass Christen am Ort die Liebe Gottes leben, Salz und Licht sind
  • für Gottes Volk in dieser Stadt, an diesem Ort in allen Konfessionen
  • dass wir als Christen am Ort eins sind und unseren Glauben leben
  • dass wir Gottes Handeln an unserem Ort glaubensvoll erwarten
  • dass Beter für unseren Ort und die Menschen gewonnen werden
  • für die Verantwortlichen an unserem Ort (Bürgermeister, Gemeinde/Stadträte, Lehrer, Politiker, Unternehmer u. a.), dass sie in Verantwortung vor Gott ihren Dienst tun und den Gefahren von Korruption und Menschengefälligkeit widerstehen können
  • dass die Verantwortlichen unserer „Stadt“ Jesus Christus kennenlernen

Zum Singen

  • O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus
  • Groß ist die Dunkelheit auf dieser Welt

Micha-Initiative: Bekämpfung von HIV, AIDS, Malaria und weiteren Krankheiten

Noch immer sterben weltweit pro Jahr über 2 Millionen Frauen, Männer und Kinder an den Folgen von HIV und AIDS. Wir beten, dass Pharmakonzerne die notwendige antiretrovirale Therapie auch für arme Bevölkerungsteile zugänglich machen und bitten für Kinder weltweit, die AIDS-Waisen geworden sind. Auch bitten wir für eine erfolgreichere Präventionsarbeit.

Impuls zum Jahr der Stille

Still werden
Ich darf da sein, wie ich bin. Ich muss nichts leisten. Ich bin jetzt da vor Gott.
ER sieht mich. Gott ist für mich da.