Zeugen sein –
weil das den Unterschied ausmacht
Jugend-Gebetstreffen
„Ihr werdet meine Zeugen sein!“
Apostelgeschichte 1,8
Was ist ein glaubwürdiger Zeuge („ihr werdet meine Zeugen sein!“ Apostelgeschichte 1,8)?
Ist es nicht erstaunlich, wie man einen Zeugen so schnell auf seine Aussage reduziert? Wie oft hören wir hier eigentlich nur: „Ihr werdet Zeugnis von mir ablegen“ Ein Zeuge ist aber doch so viel mehr! Er hat etwas miterlebt und trägt das in und durch seine Geschichte mit sich herum. Er ist und bleibt ein Zeuge, auch wenn er es nicht sagt. Nehmen wir die Mafia. Eine abgelegte Zeugenaussage mag man zerreden, deuten oder unglaubwürdig machen. Aber der Zeuge selber könnte immer wieder kommen. Er steht für seine Botschaft – er kann sie immer wieder machen. Er bleibt gefährlich.
Wir sind zu Zeugen gemacht, damit letztlich ein gerechtes Urteil zugunsten anderer möglich wird. Wenn wir nicht aussagen, werden womöglich Menschen verurteilt, obwohl sie mit der richtigen Botschaft nicht „zur Hölle fahren müssten“. Aber es sind nicht Worte allein, die den Unterschied ausmachen. Nicht das Zeugnis, sondern der Zeuge, ausgerüstet von Gott.
Franz von Assisi: „Predigt allezeit das Evangelium, wenn nötig mit Worten!“
Fragen
- Wen kennen wir in unserem Umfeld, der ein wahrer Zeuge ist, OHNE zu reden?
- Sind wir ausgerüstet? Was ist diese Kraft des Heiligen Geistes?
Gebet
- Dank für sein Handeln in und an uns
- Bitte um Gottes Begegnung und Offenbarung
- Bitte um Hunger nach seinem Handeln und durch uns
Gestaltungsvorschlag
Schreibt die Orte auf, die Euer Zeugenstand sind (Zettel) und dann tragt sie zusammen (auf Flipchart oder Folie oder Laptop/Beamer)!
Stellt die Frage „Was würde JESUS dort passieren?“ (rein hypothetisch) und tauscht darüber aus!
Lied: „Zünde an dein Feuer, Herr im Herzen mir“
Zeugen haben etwas erlebt (Apostelgeschichte 1,6–10)
Wenn es nur um unsere Worte ginge, würde es ja ausreichen, wenn wir unser Glaubensbekenntnis auf mp3 abspeichern, in ein Buch schreiben oder auf unser T-Shirt oder Auto drucken.
Gefahr droht nicht in erster Linie durch Spott und Hohn. Nein, der wird uns eher noch bestätigen und uns eine Art Märtyrergefühl verschaffen. Viel schwerer ist es, eben nicht nur zu REDEN. Unsere Welt braucht aufrechte Zeugen dieses Gottes. Menschen, die ERLEBT haben, wer und wie er IST. Für sie gab es eine Begegnung mit dem Auferstandenen. Und das wird die Menschen um uns bewegen – denn daran kommen sie letztlich nicht vorbei. Und das wird provozieren.
Fragen
- Widerstand, kennen wir den? Wie sieht der aus?
- Kommt der durch unser REDEN oder durch unser SEIN?
Gebet
- Dank dafür, dass er uns im Boot haben will
- Dank für seine Offenbarung in uns auf unterschiedlichste Weise
- Bitte für ZEUGEN, die es schwerer haben (Verfolgte Christen und andere)
Gestaltungsvorschlag
- Berichten wir einander von dem, was wir mit Gott erlebt haben! (in kleinen Gruppen)
Zeugen MACHEN den Unterschied aus
Zeugen verändern Geschichte. Es ist unser Auftrag als Christen in dieser Welt durch die Kraft des Heiligen Geistes sowohl die Botschaft Christi zu sagen, als auch zu leben. Wir leben in dieser Welt damit andere Menschen Orientierung finden. Wir sind ein Brief Christi (2. Korinther 3,3). Geschrieben in unser Leben. Von Jesus hieß es: „Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir“ (Johannes 10,25). Und seine Nachfolger? Auch sie waren unterwegs mit der Folge: „und es entstand große Freude in der Stadt“ (Apostelgeschichte 8,5–8)
Fragen
- Was sind die Dinge, die unserer Stadt Freude machen würden?
- Will der Heilige Geist uns möglicherweise dazu bewegen und befähigen?
Gebet
- Öffne uns die Augen für die Praxis!
- Wo sollen oder dürfen wir deine Kraft hereinbitten?
Gestaltungsvorschlag
- Flipchart: Ideensammlung, was könnte den Unterschied ausmachen?
- Lieder im Gedankenumfeld von „Dein Reich komme, Herr“
Gott sucht Zeugen
Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und versteht’s nicht; sehet und merkt’s nicht! (Jesaja 6,8+9)
Mag sein, dass schwierige Sachen anstehen. Da braucht er Leute, die bereit sind „den Unterschied“ zu machen. Vielleicht braucht man auch dafür eine Reinigung vorher, aber dazu ist Gott ja bereit – sind wir es auch? Wie bei dem jungen Jesaja. Wenn wir als Jugend unserer Generation die Wahrheit sagen und Hoffnung verbreiten wollen, dann braucht es nicht nur gute Redner, Theologen und Missionare, die Zeugnis geben, sondern sehr viele junge, mutige und bereite ZEUGEN.
Fragen
- Darf er uns fragen, wann ER will? Kann er auf uns zählen?
Gebet
- Für jemanden in der Runde beten, der sich gerufen weiß und gehen will
- Hingabegebete
Gestaltungsvorschlag
- Die Kanzeln unseres Alltags in Erinnerung rufen (siehe oben) und Gott zur Verfügung stellen
- Lied: Jesus hier bin ich, sende mich
Frank Heinrich, Chemnitz, Vorsitzender des Jugendarbeitskreis der Deutschen Evangelischen Allianz


