Einer für Alle – Alle für Einen
Hinführung:
Nach der Begrüßung, einem Gebet und einem Lied, kann zum Einstieg eines der folgenden Spiele gespielt werden:
Zwei Kinder stellen sich zum Spielleiter, alle anderen setzen sich im Kreis auf den Boden. Sie haken sich mit ihren Armen ein. Die beiden Freiwilligen haben nun die Aufgabe, gemeinsam einzelne Kinder aus dem Kreis zu befreien. Natürlich wehrt sich derjenige und wird von den anderen Kindern fest gehalten. Sie bilden eine starke Gemeinschaft. Gelingt ihnen die Befreiung, so versuchen nun drei Kinder die Gruppe anzugreifen und einzelne zu befreien. Auf diese Weise wird der Kreis der Angreifer immer größer. – Achtung: Die Kinder sollen fair bleiben. Boxen, treten, an der Kleidung ziehen ist verboten!
Alternativ:
Jeweils 2 Mitspieler finden sich zusammen. Zwischen die zwei Handaußenflächen, oder Zeigefinger, oder Knie wird ein Bierdeckel (oder ein Blatt Papier, oder ein Stift, oder ein Holzklötzchen) geklemmt. Beide müssen sich nun so durch den Raum bewegen, dass der zwischen den beiden geklemmte Gegenstand nicht herunterfällt. Je besser sich beide koordinieren können und aufeinander reagieren, desto schwieriger können die Aufgaben werden, die das Paar bewältigen muss (z.B. Hindernisparcours ablaufen).
Nun folgt mit den Kindern ein Gespräch darüber, wie wichtig der Zusammenhalt mit anderen Menschen ist
- Einer allein bewirkt weniger als eine ganze Gruppe.
- Gemeinsam ist man mutiger als alleine.
- Man kann sich gegenseitig helfen.
- Man kann das erzählen, was einen beschäftigt.
Biblischer Input:
Als Jesus die Erde verlässt und zu Gott seinem Vater in den Himmel zurückkehrt, gibt er seinen Jüngern einen Auftrag, der bis heute gilt:
Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: „Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Geht hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen! Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!“ Matthäus 28,18–20 (Hoffnung für Alle)
Jesus möchte, dass wir überall für Gott unterwegs sind und den Menschen von ihm erzählen. In der ganzen Welt, aber auch da, wo wir wohnen. Manchmal haben wir dabei Angst vor den Menschen und ihren Reaktionen. Doch Jesus hat gesagt: „Ich bin immer bei euch.“ Daran können wir uns dann erinnern. Wir sind nicht alleine.
In der Apostelgeschichte lesen wir, wie die Christen zusammenhielten und gemeinsam den Auftrag von Jesus umgesetzt haben. Viele Menschen kamen zum Glauben und erzählten dann anderen Menschen von Jesus. Die Gläubigen trafen sich jeden Tag in der Gemeinde, und es kamen neue Leute dazu. Sie hielten zusammen, egal was die anderen um sie herum sagten.
Nicht allen gefiel es, dass sich so viele Menschen in der Gemeinde trafen. Vor allem die religiösen Führer der Juden waren dagegen. Denn Menschen, die früher auf sie gehört hatten, wandten sich von ihnen ab und gingen nun in die Gemeinde. Also musste etwas gegen diese neue Glaubensrichtung unternommen werden. Die führenden religiösen Männer beobachteten die Christen ganz genau. Sie nahmen vor allem die Anführer ganz genau unter die Lupe.
Beginn der Erzählung aus Apostelgeschichte 3,1–10 und 4,1–22.
Der Schwerpunkt der Erzählung liegt bei dem mutigen Auftreten von Johannes und Petrus vor dem jüdischen Rat. Die Geschichte spitzt sich auf Apostelgeschichte 4,19–20 zu. Aus diesem Grund ist der Text aus Apostelgeschichte 3,1–10 die Einführung zum Text und sollte nur knapp erzählt werden.
Ausgeschnittene Figuren, die auf den OHP gelegt werden, können das Erzählen untermalen.
Die Erklärung des Evangeliums in den Versen Apostelgeschichte 4,10–12 kann mit dem Lied „Jesus kam für dich“ aufgegriffen werden.
Vertiefung:
Petrus und Johannes waren von Jesus total begeistert. Sie haben erfahren, dass Jesus da ist. Auch als Jesus nicht mehr auf der Erde lebte, tat er Wunder. Jesus half ihnen, mutig vor ihren mächtigen Gegnern zu stehen. Sie hatten keine Angst, sondern redeten begeistert von Jesus.
Wie ist das denn heute? Können wir auch von Jesus begeistert sein? Ja! Jesus lebt auch heute! Wir, als die Freunde von Jesus haben den gleichen Auftrag und sollen in der ganzen Welt mutig anderen Menschen von Jesus erzählen. Aber die Welt ist viel zu groß für uns alleine. Darum fangen wir am besten klein an. Die Welt beginnt vor unserer Haustüre. Viele Menschen kommen aus anderen Ländern zu uns. Sie leben in derselben Straße und ihre Kinder gehen in dieselbe Schule. Viele von ihnen haben noch nie von Jesus gehört.
Wie können wir anderen Menschen erzählen, dass Jesus lebt und was er getan hat? (Kinder sammeln lassen)
Beispiele:
- Freunde mit in die Kindergruppe nehmen
- Bibeln verschenken
- Mit Freunden Bibel lesen
- Christliche T-Shirts und Armbänder tragen
- In der Schule den Freunden das erzählen, was man mit Jesus erlebt hat
- Freunde zu einer christlichen Freizeit einladen
- Mit Außenseitern reden
- Hilfsbereit sein
- Für andere beten
Wenn wir anderen Menschen von Jesus erzählen, dann können wir uns daran erinnern, dass Jesus gesagt hat: „Ich bin bei euch.“ Wir sind nicht alleine. Gott hilft uns mutig zu sein. Doch was sollen wir erzählen? Dazu gibt es im Folgenden eine Hilfe. So können wir ganz einfach den Auftrag von Gott umsetzen. Seid ihr dabei?
Einer für alle – Alle für einen!
Anwendung:
Die Kinder nehmen ein DIN-A4 Blatt und falten es, wie in der Vorlage vorgesehen. Wenn alles richtig gefaltet wurde entsteht ein Papierflieger. Dieser Flieger wird nun zusammengehalten und der Länge nach in der Mitte durchgeschnitten. Wenn nun alle Teile aufgefaltet werden, finden sich verschiedene Symbole, mit denen sich die Kreuzigungsgeschichte darstellen lässt. (Kreuz, Fundament für das Kreuz, 2 vereinfachte Kreuze für die Verbrecher rechts und links von Jesus, Schild am Kreuz, Speer, Würfel). Hier benötigen Kinder je nach Alter Unterstützung bei der Wiedergabe der Geschichte.
Gebetsanliegen:
Danke dafür, dass Jesus die Kinder gebrauchen möchte, um seine frohe Nachricht zu den Menschen zu bringen. Er ist der Auftraggeber und alles beginnt damit, über das zu staunen, was er für jeden getan hat. Dafür können die Kinder Jesus danken und ihn loben. Dieses kann in Form von Gebeten und Liedern geschehen.
Bitte für die Kinder in der Schule, in der Nachbarschaft, die Jesus nicht kennen und bisher nichts von ihm gehört haben. Bitte für konkrete Situationen, die sich die Kinder überlegen, in denen sie anderen von Jesus erzählen wollen, zu Gruppenstunden einladen, oder auf andere Kinder zugehen.
Zum Abschluss des Programms gibt es die Möglichkeit, gemeinsam eine Parole einzuüben, die euch an unseren Auftrag für Jesus ein Zeuge zu sein erinnert:
Die Gruppe stellt sich im Kreis auf. Jeder hält seine Arme über Kreuz und fasst seine Nachbarn an der Hand. Der Gruppenleiter beginnt: „Einer für alle!“ die Gruppe antwortet daraufhin „Alle für einen!“. Nun sagt der Gruppenleiter: „Wir für Jesus!“ und die Gruppe antwortet: „Jesus für uns!“
Passende Lieder:
- Jesus kam für dich (aus: Meine Lieder Deine Lieder, Hänssler Verlag, Neuenhausen, 1993; Nr. 206)
- Das Wort von Gott läuft um die Welt (aus: Kinder feiern Jesus, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2005; Nr. 178)
- Ruft es laut (aus: Kinder feiern Jesus, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2005; Nr. 85)
- Ich sing euch kein Lied von großen Leuten (aus: Meine Lieder Deine Lieder, Hänssler Verlag, Neuenhausen, 1993; Nr. 164 – oder: Unser Kinderliederbuch; Oncken Verlag, Wuppertal 1986; Nr.170)
- Stopp! Und lass dir sagen (aus: Meine Lieder Deine Lieder, Hänssler Verlag, Neuenhausen, 1993; Nr. 199)
Claudia Diestelhorst, Wiedenest, für den AK Kinder in Kirche und Gesellschaft
Materialien für Kindergebetstreffen
In dieser PDF finden Sie alle Materialien und Vorlagen zur Durchführung des Gebetstreffens für Kinder bei der Allianzgebetswoche 2010
- Dokument jetzt herunterladen (pdf, 0.9 MB)



