Zeugen sein –
von Generation zu Generation
Freitag, 15. Januar 2010
„Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.“
(Apostelgeschichte 2,39)
Ergänzender Text: 2. Timotheus 1,3–8
Großmutter war eine wunderbare Frau. Bei ihr auf dem Bauernhof habe ich als Kind all meine Ferien verbracht und dort viel Schönes erlebt. Das Beste aber war, dass ich durch sie Jesus kennengelernt habe. Nicht nur die Bilder vom guten Hirten und vom zwölfjährigen Jesus in ihrem Schlafzimmer haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, sondern vor allem die Jesusgeschichten aus der Bibel. Sie konnte sie so lebendig erzählen und mit eigenen Erlebnissen ergänzen, als wären sie gestern geschehen. So wurde Jesus für mich zu einem lebendigen und erlebbaren Freund, auf den man sich immer verlassen konnte. Diese Grundlage aus früher Kindheit war prägend für meinen Glauben und so stark, dass sie die kritischen Zeiten der Jugend und des Studiums und Erwachsenwerdens gut überdauerten.
Wo sind heute diese Großmütter? Vor einiger Zeit geschah es in unserer Kirchengemeinde, dass eine allein erziehende Mutter per Abkündigung im Gottesdienst eine Oma für ihre beiden kleinen Kinder suchte. Leider vergebens. Was für eine verpasste Gelegenheit!
Natürlich kann man nicht allein die Großmütter in die Pflicht des Zeugendienstes nehmen. Jeder Christ sollte an seiner Stelle und so gut er kann zum Zeugnis bereit sein. Und am natürlichsten ist es, wenn man damit in der Familie anfängt. Von Anfang an hat Gott dem Menschen diesen Auftrag gegeben, dass sie ihren Kindern seine Gebote „einschärfen“ sollen (5. Mose 6,6+7).
Und wenn dies schon bei ganz kleinen Kindern auf eine liebevolle Weise geschieht und mit persönlichen Beispielen glaubhaft bezeugt wird, dann bleibt die Wirkung nicht aus. Auch wenn sie erst nach Jahren sichtbar wird. Das ist Gottes Versprechen an uns.
„Oma, erzähl noch eine Geschichte!“ so bettelt mein Enkelkind, wenn ich es ins Bett bringe. Von Jesus erzählen und was er in meinem Leben getan hat und dann mit ihm selbst reden. Da kann ich in großer Dankbarkeit etwas von dem zurückgeben, was ich selbst als Kind erfahren habe. Was für eine Chance!
(Leerzeile)
Marieluise Bierbaum, Lehrerin und Referentin, Bremen
Zum Beten
Anbetung/Dank
- für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an unserem Ort
- für Jugendliche, die zum Glauben an Jesus kamen/kommen
- für die Möglichkeiten öffentlicher Verkündigung unter der jungen Generation
- für Glaubensvorbilder und -zeugen in der älteren Generation
Buße/Beugung
- Die Älteren bringen manchmal den Kindern und Enkeln Gottes Wort und Gebot gar nicht oder nicht deutlich genug nahe
Bitte/Fürbitte
- dass Väter und Mütter, Großväter und Großmütter Zeugen Jesu in der Familie sind und der jungen Generation von Jesus Christus erzählen
- dass die Älteren Beter und Vorbilder im Glauben für die nächste Generation sind
- für Straßenkinder in den Großstädten weltweit
- dass junge Menschen ein Ja zu Ehe, Familie und zum Recht auf Leben für die Ungeborenen finden
- für junge Menschen in Not, dass sie ein Leben in Würde und mit Sinn erfahren
- dass die Familien ein Ort der Geborgenheit sind, in dem junge Menschen wachsen und reifen können
- für die Älteren, dass sie ihre Lebenserfahrungen hilfreich weitergeben können
- dass Eltern, Lehrer, Ausbilder die jungen Leute nicht als Belastung empfinden, sondern als Geschenk
- für die Kinder- und Jugendarbeit an unserem Ort
- dass sich Beter für die Kinder und Jugendlichen rufen lassen
- für die Schülerbibel- und –gebetskreise
- für die christlichen Hochschulgruppen
Zum Singen
- Du bist gut, Herr, wahrhaft gut, Herr
- Jesus, ich will gehen, sende mich
Micha-Initiative: Senkung der Kindersterblichkeit
Alle drei Sekunden stirbt ein Kind. Die Todesursache ist oft eine vermeidbare Krankheit, die durch mangelhaften Impfschutz, verschmutztes Wasser oder unhygienische Lebensbedingungen hervorgerufen wird. Wir bitten Gott um Erbarmen in einer Welt, in der Habsucht und die ungerechte Verteilung von Ressourcen zu solch unaussprechlichem Leid in Familien führen.
Impuls zum Jahr der Stille
Ich schreibe einen Brief an Jesus und sage ihm alles, was mir auf dem Herzen liegt. Alle schönen Erlebnisse, alle schlimmen Erfahrungen, allen Dank und alle Bitten.
Den Brief gebe ich dann tatsächlich ab oder hefte ihn an ein Kreuz. Anschließend wir er verbrannt. Das ist ein deutliches Symbol dafür, dass alles wirklich bei Jesus abgegeben ist.


