Zeugen sein –
damit Menschen Hoffnung gewinnen

Donnerstag, 14. Januar 2010

Paulus sagte: „Doch nun ermahne ich euch: Seid unverzagt; denn keiner von euch wird umkommen, nur das Schiff. Denn diese Nacht trat zu mir der Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene.“ … Da wurden sie alle guten Mutes und nahmen auch Nahrung
zu sich.  … Und so geschah es, dass sie alle gerettet ans Land kamen.
Apostelgeschichte 27,22.23.36.44b

Ergänzender Text: Offenbarung 21,1–4

© Katherine Welles | Dreamstime.com

Das Schiff des Paulus war in Seenot geraten. Als Gefangenen sollte es den Apostel nach Rom bringen, doch nun war es in schwere Herbststürme geraten und drohte unterzugehen. Und der Sturm machte keinen Unterschied zwischen Heiden und Christen.

Auch unsere Welt ist in stürmische Zeiten geraten. Die Abstände zwischen den Hiobsbotschaften werden kürzer. Die globale Finanzkrise und die Energieknappheit reißen Handel, Arbeitsmarkt und Preise mit; neue Seuchen verbreiten sich in Windeseile; die Umwelt ist weltweit bedroht. Die Krise macht keinen Unterschied zwischen Christen und Nichtchristen – wir sitzen mit im Boot dieser Welt. Noch hofft unsere Welt auf das „Yes, we can!“, auf die gemeinsame Anstrengung aller, obwohl mancher das nicht mehr glauben mag. Immer deutlicher treten die Grenzen des menschlich Machbaren zutage.

An Paulus können wir uns ein Beispiel nehmen. Wir sind nicht Miesmacher, sondern Mutmacher. Wir wollen nicht nur unsere eigene Haut retten. Noch gilt Gottes Heilsangebot allen Menschen, auch wenn sie durch eigene Schuld in Not gerieten. Noch ist es nicht zu spät zur Umkehr. Wir haben eine Hoffung, die ihren Anker in der unsichtbaren Welt hat, jenseits der Stürme dieser Welt. Unser Herr hat schon früher Stürme gestillt und sich als wahrer Herr der Gezeiten erwiesen. Er ist größer als jede Krise. Das wollen wir gerade jetzt bezeugen.

Doch selbst wenn dieser Sturm nicht vergehen sollte, haben wir eine Hoffnung, die über diese Welt hinausgeht. Auch wenn der Mensch diese Erde in seinem Größenwahn am Ende vernichtet: Gott überlässt seine geliebte Menschheit nicht der Auslöschung. Die sich ihm heute anvertrauen, erwarten einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und wir erwarten einen göttlichen König, Jesus Christus, der die Sehnsucht der Völker nach einem gütigen und gerechten Herrscher stillen wird. Komm, Herr Jesus!

Magdalena Paulus

Zum Beten

Anbetung/Dank

  • für das liebende Herz, das Gott für alle Hoffnungslosen hat
  • für die Hoffnung, die wir in Jesus Christus für Zeit und Ewigkeit haben
  • dass unser Herr größer ist als jede Krise und alle Hoffnungslosigkeit dieser Welt
  • dass Christen trotz Verfolgung an ihrem Platz ausharren
  • für die Hoffnung, dass Jesus wiederkommt und alles zurecht bringt

Buße/Beugung

  • Wir lassen uns selbst oft von der Hoffnungslosigkeit dieser Welt anstecken

Bitte/Fürbitte

  • dass Menschen erkennen, dass sie ohne Gott andere ins Verderben stürzen und damit Krisen und Hoffnungslosigkeit herbeiführen
  • dass wir unsere Hoffnung auf Gott setzen und nicht auf uns selbst oder andere Menschen
  • dass wir mehr mit Gottes großen Möglichkeiten rechnen als mit unseren Unmöglichkeiten
  • für Verantwortliche in der Wirtschaft, dass sie ihre Entscheidungen in der Verantwortung vor Gott treffen
  • für Verantwortliche in der Politik, dass sie in Weisheit zum Wohl von Menschen regieren
  • für verzweifelte junge Menschen, dass sie Hoffnung in Jesus Christus finden
  • für Jugendliche ohne Arbeit oder Lehrstelle, dass sie neue Perspektiven bekommen
  • für Menschen in Verfolgungen, dass der Herr Jesus ihre Hoffnung ist
  • dass wir Hoffnungslosen in unserer Umgebung Hoffnung aus dem Glauben geben können
  • Komme bald, Herr Jesus!

Zum Singen

  • Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht
  • Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet

Micha-Initiative: Gesundheitsversorgung der Mütter

In den Entwicklungsländern stirbt eine von 48 Frauen bei der Entbindung. Die große Mehrheit tödlicher Geburten könnte durch frühzeitige professionelle und medizinische Hilfe verhindert werden. Wir beten für die Ausbildung von mehr Hebammen und eine flächendeckendere Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten.

Impuls zum Jahr der Stille

Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht sich selbst reden hören, beten heißt still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört.
Sören Kierkegaard