Zeugen sein –
damit Menschen gerettet werden

Dienstag, 12. Januar 2010

„Der Gefängnisaufseher führte Paulus und Silas heraus und sprach: Liebe Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet! Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren.“
(Apostelgeschichte 16,30–32)

Ergänzender Text: Römer 10,9–13

© Katherine Welles | Dreamstime.com

Krasse Situationen bringen auch zum Nachdenken. Es muss nicht immer die klassische Veranstaltungsform der Evangelisation sein, damit Menschen Rettung erfahren. In Philippi waren Paulus und Silas mit der Botschaft von Jesus nicht willkommen. Die gute Nachricht von Gott drängt auf Veränderung, auf Rettung.
Deshalb verkündigten sie mutig. Die Folgen: Öffentliche Auspeitschung und Kerkerhaft.

Würden wir unter ähnlichen Umständen heute auch evangelisieren? Wären wir Jesu Zeugen, wenn wir nicht willkommen sind?

Der Zeuge hat die Pflicht, von dem zu sprechen, was er gesehen, gehört und erlebt hat – ohne Rücksicht auf Konsequenzen. Noch wichtiger wird es, wenn es um die Rettung von Menschen geht. Nicht der Zeuge rettet, sondern der Retter Jesus Christus. Sehr oft sind das persönliche Leben und die Worte des Zeugen auch ein Anstoß, Jesus nachzufolgen. Das Verhalten von Paulus und Silas unterstreicht ihre Botschaft (Verse 23–28).

Der Zeuge muss die Sache auf den Punkt bringen. Ausschweifende Geschichten und nebensächliche Details finden wir in Vers 31 nicht. Anschließend, zu nächtlicher Stunde, wird Paulus auch ausführlicher von Jesus berichtet haben. Denn dann war das Herz des Kerkermeisters schon offen.

Nicht jeder hat eine natürliche Begabung zur Evangelisation. Trotzdem sollten wir diese Aufgabe nicht den Profis allein überlassen. Zeuge kann jeder Christ in seiner Situation sein. Ob in bedrängten Zeiten oder friedlichen Situationen: Jesus will retten.

Rettung ist immer ein erster, entscheidender Akt. Nach der Rettung beginnt das neu geschenkte Leben. Dafür braucht es das wegweisende Wort Gottes durch weitere Zeugen. Wir nennen es Weiterarbeit und unterstützen diese mit Gebet und persönlicher Begleitung. Leiter dieser Arbeit wissen, wie oft die Geretteten dann selbst zu Zeugen des neuen Lebens werden. Sie bringen Freunde und Verwandte mit. Nur was im Herzen angekommen ist und selbst vor anderen ausgesprochen wird, wächst zu einem lebendigen Glauben. 

Wolfhart Neumann, ProChrist-Referent i.R.

Zum Beten

Anbetung/Dank

  • dass Gott jeden Menschen liebt
  • dass Gott will, dass allen Menschen geholfen werde
  • für alle Freiheit bei uns, das Evangelium zu verkündigen
  • für die großen Möglichkeiten, durch Radio, Fernsehen und Internet das Evangelium in alle Welt zu tragen
  • für ProChrist 2009 und alle Frucht daraus
  • für Jesus House 2010
  • für Missionsarbeit in aller Welt und für alle, die als Missionare hinausgehen oder nach Deutschland hereinkommen

Buße/Beugung

  • Wir haben es manchmal durch Zögern und Gleichgültigkeit versäumt, anderen Menschen die gute Botschaft von Jesus Christus zu sagen

Bitte/Fürbitte

  • dass der Herr Menschen die Sehnsucht nach Erlösung ins Herz gibt
  • für missionarische Einsätze in der Welt, in unserem Land, an unserem Ort
  • dass wir den Mut haben, Außenstehende anzusprechen und einzuladen
  • für Menschen, die bei ProChrist 2009 zum Glauben an Jesus kamen, dass sie im Glauben wachsen und eine geistliche Heimat finden
  • für Menschen in unserer Umgebung (Nachbarn, Bekannte, Familie, Kollegen usw.)
  • für die Einsätze der Zeltmission in diesem Jahr
  • für Bibelübersetzungen in Sprachen, in denen es bisher keine Übersetzung gibt
  • für die vielen unerreichten Völker in Asien, Afrika und Lateinamerika
  • für die Gefängnisseelsorge

Zum Singen

  • Jesus, dir nach, weil du rufst
  • Wir wolln uns gerne wagen in unsern Tagen

Micha-Initiative: Gleichstellung der Geschlechter

Noch immer sind Frauen und Mädchen in vielen Regionen der Welt benachteiligt, von Bevorzugung von Söhnen vor Töchtern bis hin zur Verweigerung von grundlegenden Menschenrechten für Frauen. Die Bibel sagt, dass Männer und Frauen als Gottes Ebenbild geschaffen sind und deshalb beten wir für große Fortschritte in der Gleichberechtigung der Geschlechter in Familie, Gesellschaft und Politik in diesem Jahr.

Impuls zum Jahr der Stille

Beten heißt mit Gott Geheimnisse haben: Als Zeichen für ein ganz persönliches Anliegen, das nur ich selbst und Gott kennt, aus einem bereitgestellten Korb mit Muscheln eine herausnehmen. Die Muschel in der Hand halten und im Gebet mit Gott dies Geheimnis teilen. Die Muschel mit nach Hause nehmen und sichtbar aufbewahren.