...gewinnen wir den Durchblick

Sonntag, 11. Januar 2009

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.“
(Hebräer 11,1–3)

Text zur Ergänzung: 1. Korinther 2,10–16

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Was der christliche Glaube ist – gar nicht so leicht zu erklären! Hier haben wir eine biblische Definition vor uns, die griffig und klar ist (Vers 1). Sie ist aber zugleich offen nach hinten und nach vorne. Denn sie verweist auf die gelebten Glaubensbeispiele aus der Geschichte Israels (Vers 2), die im
weiteren Kapitel anschaulich werden. Und sie ermöglicht den späteren Generationen, auch uns, als erstes die Erkenntnis des Schöpfers (Vers 3).

Damit sind von vorn herein Missverständnisse ausgeschlossen: Glauben entsteht nicht, weil man es nicht besser weiß oder weil er eine schöne Illusion vermittelt. Präzise und knapp sagt es die Einheitsübersetzung: „Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“

Die Menschen der Bibel erlebten ihren Glauben als eine Gewissheit, die sie sich nicht selber geben mussten. Sie wurde ihnen von Gott selbst geschenkt. Neutestamentlich sagt es der Zweittext 1. Korinther 2: Sein Geist bewirkt sie in uns; er ist der unerlässliche Schlüssel zu jeglicher Glaubenserkenntnis. Für die Zeugen des Glaubens aus dem alten Bund war Gott nicht nur Gegenstand ihres Glaubens, sondern begegnete ihnen als „Anfänger und Vollender des Glaubens“ (Hebräer 12,2). Damit wurde es für sie selbstverständlich, dass sie an ihn glaubten, oder noch persönlicher: dass sie ihm glaubten.

Auf dieser Vertrauensbasis ist es dann keine Frage mehr, dass der Vater von Jesus auch der Schöpfer und Erhalter alles Bestehenden ist. Aus dieser Beziehung erwächst eine ganz neue Sicht der Dinge. Alles kann „geistlich beurteilt“ werden (1. Korin­ther 2,14+15). Wir erkennen unser Leben und die Welt als von ihm gegeben und zu ihm hinführend. Ja, durch den Glauben gewinnen wir Durchblick.

Gebetsschwerpunkt: theologische Lehre, Ausbildung, Verkündigung

„Da muss ich aber noch viel lesen und lernen. Wo gibt es hier einen Bibelkurs?“ sagte eine junge Frau, die zum ersten Mal in der Kirche saß und von der Predigt so beeindruckt war, dass sie neugierig geworden war.
Das wäre doch wohl schrecklich, wenn es hier kein passendes Angebot für sie gäbe.

Zum Beten

Dank

  • für alle Bibelschulen und theologischen Ausbildungsstätten
  • für die christlichen Bekenntnisschulen
  • für alle bibeltreuen Verkündiger und deren Bot­schaft

Bitte

  • um Ausbildung bibeltreuer Pfarrer, Prediger, Re­ligionslehrer
  • für die Lehrer an den Ausbildungsstätten
  • für Studentenmission, Campus für Christus, Na­vigatoren u.a.
  • für die Verantwortlichen in theologischer Lehre, Ausbildung und Verkündigung
  • für eine zu Christus rufende Verkündigung, Vollmacht für den Ruf zur Umkehr

Zum Singen

  • Glauben heißt wissen, es tagt
  • Jesus, wir sehen auf dich

Gestaltungsidee

Den Altar, ein Kreuz oder andere für den Glauben symbolische Gegenstände durch Tücher verhängen, die nach Vorlesen von Bibelversen nacheinander entfernt werden.

Kollektenempfehlung

Verfolgte Christen

Der Arbeitskreis für Religionsfreiheit – Menschenrechte – Verfolgte Christen arbeitet an den Brennpunkten der welt­weiten Gesellschaft. Es gilt, aufmerksam die weltweite Situation zu beobachten, die Öffentlichkeit zu informieren, die christliche Gemeinde zum Gebet zu motivieren und einen tatkräftigen Einsatz für Verfolgte, Bedrohte und Benachteiligte in Gang zu setzen.