...leben wir konsequent

Samstag, 17. Januar 2009

„Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden als eine Zeit lang den Genuss der Sünde haben, und hielt die Schmach Christi für größeren Reich­tum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung. Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürch­tete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Durch den Glauben hielt er das Passah und das Bespreng­en mit Blut, damit der Verderber ihre Erstgeburten nicht anrühre.“
(Hebräer 11,24–28)

Text zur Ergänzung: Römer 12,1+2

© Galyna Andrushko | Dreamstime.com

Mose wuchs auf als Prinz von Ägypten. Am mächtigsten Königshof seiner Zeit genoss er eine bevorzugte gesellschaftliche Stellung. Jeder begegnete ihm mit Respekt, ja Unterwürfigkeit. Hinzu kamen Reichtum, Luxus, Bildung, Unterhaltung. Diese Chance hat Mose weggeworfen – aus der Sicht jener Zeit eine unvernünftige Wahl. Alle seine Bedürfnisse wurden erfüllt, aber sein Innerstes blieb unerfüllt. Wie bei vielen Menschen unserer Zeit spricht das leere Herz nach der Erfüllung aller materiellen Wünsche umso lauter: Ist das alles? Es muss noch etwas anderes geben!

Gott war Mose noch nicht direkt begegnet; das geschah erst vierzig Jahre später im Dornbusch. Und doch erkannte er, dass sein Volk, das nun misshandelt auf der untersten Stufe der Sklaverei lebte, eine Kraft hatte, die Ägypten nicht kannte. Er tauschte den Luxus Ägyptens ein gegen den Gott seiner Väter und seines geächteten Volkes. Er riskierte den Zorn des Pharao und verlor alles, was der Welt kostbar ist. Doch dafür gewann er Anteil an der Kraft, die die Welt überwindet. So fand er, was hohe Stellung und Luxus nicht hatten bieten können: eine Heimat bei Gott, eine Berufung der Freiheit und Wurzeln in der Ewigkeit.

Wir wollen uns nicht von den vordergründigen Möglichkeiten der Welt ködern lassen. Wenn unsere Seele Schaden nimmt, lohnt alles Geld, Erfolg, Karriere und Ansehen nicht. Der Verzicht darauf mag nach den Wertvorstellungen unserer Zeit unvernünftig aussehen, aber der Preis ist gering, wenn wir dafür Gott selbst gewinnen! Es lohnt sich, was uns das Neue Testament als konsequent „alternativen“ Lebensstil empfiehlt (Römer 12,2): „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Gebetsschwerpunkt: Gebet für unsere Orientierungslosigkeit

„Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich noch wählen soll“, sagte eine Studentin mit Blick auf die vielen Angebote im Vorlesungsverzeichnis ihrer Hochschule.
Gott hat uns in seinem Wort klare Anweisungen gegeben, und er will uns helfen, den richtigen Weg zu finden, wenn wir ihn darum bitten.

Zum Beten

Dank

  • dass uns das Wort Gottes Orientierung in unseren Lebensfragen anbietet
  • dass wir unsere Hilfe und Maßstäbe auch in unserer Zeit aus dem Wort Gottes beziehen
  • wo wir den Mut hatten, unseren Glauben konsequent auch gegen Anfeindungen zu leben

Bitte

  • um Unterscheidungsvermögen in den vielen Strömungen und Trends unserer Zeit
  • für die Menschen in unserer Umgebung, dass sie Orientierung von Gott und seinem Wort her gewinnen
  • um einen überzeugenden Lebensstil bei uns Christen 
  • um gutes Material (Schriften, CDs usw.) als Orientierungshilfen
  • dass unser Land und die Gesellschaft wieder mehr von christlichen Werten und der christlichen Botschaft geprägt werden
  • dass wir in praktischen Fragen des Alltags Orientierung bei Jesus finden und weitergeben
  • dass Christen und Gemeinden biblische Werte leben und weitergeben

Zum Singen

  • Mach meine Liebe stark
  • Von guten Mächten wunderbar geborgen

Gestaltungsidee

Wir können uns überlegen, wo wir angefangen haben, inkonsequent zu leben. Auf Zettel notierte Dinge können z.B. an ein Kreuz gebracht/geheftet werden. Jesus möchte uns helfen, in diesen Bereichen wieder konsequent leben zu können.

Kollektenempfehlung

Armut und Politische Verantwortung

Der Arbeitskreis Politik bemüht sich, christliche Positionen in unsere Gesell­schaft einzubringen. Dazu werden neben vielen weiteren Aktivitäten Christ­en in der und zur politischen Arbeit ermutigt.
Eine große Herausforderung ist auch die Frage des Umgangs mit der weltweiten Armut. Die Micha-Initiative will hierfür das Bewusstsein stärken und Christen zum Beten und Handeln motivieren.