...können wir Gott gefallen

Montag, 12. Januar 2009

„Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es über sei­nen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er ge­storben ist. Durch den Glauben wur­de Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr ge­funden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe. Aber ohne Glauben ist’s unmög­lich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glau­ben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“
(Hebräer 11,4–6)

Text zur Ergänzung: Römer 3,21–28

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Ungewöhnliche, aber reizvolle Gestalten der Bibel! Bei der Geschichte von Kain und Abel ist schon die Frage, warum Gott gerade das Opfer Abels annahm und das seines Bruders Kain verwarf. Was immer die Opfergaben in der Urgeschichte auch meinen, der Hebräerbrief geht in seiner Deutung tiefer. Er verweist auf die innere Haltung Abels „durch den Glauben“. Anders gesagt: Auch die „richtigste“ Opfergabe verfehlt das Ziel, wenn das Herz ferne ist. Wir
können Gott nicht mit dem beeindrucken, was wir tun – wir können ihm aber unser Herz öffnen und in eine vertrauensvolle Beziehung eintreten. Dadurch erhielt bereits Abel das Zeugnis, „dass er gerecht sei“, und Henoch, „dass er Gott gefallen habe“. Wenn wir also mit Henoch fragen, wie wir „mit Gott wandeln/leben“ können (1. Mose 5,21–24), dann können wir das offensichtlich nur „durch den Glauben“, also indem wir uns ihm anvertrauen. Henochs Vertrauen hat Gott so sehr gefallen, dass er ihn sozusagen direkt zu sich nahm.

In der Begegnung mit Jesus wird Ähnliches deutlich. Lange bevor Paulus die Bedeutung der Gerechtigkeit aus Glauben lehrmäßig entfaltet, anerkennt und lobt Jesus selbst immer wieder den Glauben derer, die zu ihm kommen (Matthäus 8,10; 9,2; 15,28) und ist betrübt über den Kleinglauben und Unglauben seiner Umgebung (Matthäus 6,30; 8,26; 13,58).

In den für die Reformatoren so revolutionierenden Sätzen von Römer 3 (zweiter Text) stellt Paulus uns dann die Gerechtigkeit „allein durch Christus“ vor Augen, die er „allein aus Gnade“ denen gewährt, die „allein aus Glauben“ leben. Nur so können wir Gott gefallen, vor ihm bestehen, aus seinen Kräften leben und Verantwortung übernehmen, vertrauensvoll beten und den Menschen diese rettende Botschaft weitergeben – und schließlich ans ewige Ziel kommen.

Gebetsschwerpunkt: Gebetsbewegungen, Einheit der Christen

„Das ist aber schade, dass die gemeinsame Evangelisation nun zu Ende ist. Es war so schön, alles zusammen zu erleben“, sagte jemand am letzten Abend der Evangelisationswoche.Doch es muss ja nicht vorbei sein. Warum nicht dran bleiben am gemeinsamen Gebet für unseren Ort und unser Land, immer wieder übers Jahr – und vielleicht speziell am 3. Oktober?

Zum Beten

Dank

  • für die verschiedenen Gebetsinitiativen für unser Land und für die Welt
  • für die landesweite Gebetsarbeit der Deutschen Evangelischen Allianz
  • für alle Beter in den Gemeinden und Gebetskreisen
  • für das Vorrecht des Gebets
  • für erlebte Gebetserhörungen
  • dass der Herr Jesus beim Vater für uns einsteht

Bitte

  • um noch viel mehr Christen, die sich das Gebet als oberste geistliche Priorität aufs Herz legen lassen
  • um Gebetsvollmacht und den Geist des Gebets für unser Land und für die Gemeinde Jesu weltweit
  • speziell um mehr Männer, die Verantwortung für diese Welt und ihre Menschen im Gebet übernehmen
  • um das gemeinsame Gebet aller Christen am Ort
  • um Zusammenarbeit von Christen, Gemeinden und Werken

Zum Singen

  • Vater, mach uns eins
  • Jesu, der du bist alleine

Gestaltungsidee

Bitten Sie einige Geschwister verschiedener Generationen und Gemeinden im Voraus, einen kleinen Bericht von einer besonderen Gebetserfahrung, Gebetsaktion oder Erhörung mitzubringen. Das drückt die Vielfalt aus und ermutigt andere.

Kollektenempfehlung:

Beten

Auch Beten kostet Geld. Tatsächlich. Jedenfalls dann, wenn wir eine gemeinsame Gebetswoche durchführen, die deutschlandweit vorbereitet wird. Wenn wir weiterhin in besonderer Weise für die islamische Welt beten wollen und dafür jährlich das „30 Tage Gebet“-Heft erarbeiten. Und wenn wir weiterhin Gebetsanliegen sammeln für die Situation der verfolgten Christen und wir wenigstens einmal jährlich einen besonderen Gebetstag für die verfolgten Christen halten wollen.