Glaube ist Vertrauenssache
Hinführung
Wir spielen ein Vertrauensspiel:
- Ein Kind steht mit verbundenen Augen auf dem Tisch. Erst jetzt erklärt der Leiter/Leiterin, dass es in seine/ihre Arme springen soll. Kurze Bedenkzeit und dann lass dich fallen. oder:
- Ältere Kinder bilden vor dem Tisch eine Doppelreihe und geben sich fest die Hände, so dass sich ein Teppich von Armen vor dem Tisch ausbreitet. Ein Kind soll sich (ohne verbundene Augen) auf diesen Arme-Teppich fallen lassen. Wichtig: Es muss sich steif machen und „der Länge lang“ fallen lassen. oder:
- In einem größeren Raum stehen einige Gegenstände: Tisch, Eimer, Schirmständer, ein Stapel Bücher, usw. Ein Kind läuft mit verbundenen Augen nach dem Kommando des Leiters oder eines anderen vertrauenswürdigen Kindes durch den Raum und erreicht das Ziel – auf einem Stuhl ein „Mars“ oder Duplo.
Danach werden die Kinder befragt, wie es ihnen ergangen ist, was sie gedacht haben, ob es einfach war oder ob auch etwas Angst dabei war.
Verdeutlichung
Du hattest Vertrauen in den Leiter/ in die Kinder – du hofftest, sie werden dich nicht durchfallen lassen/ans Ziel bringen. Das größte Vertrauen hatte das Kind, was mit verbundenen Augen getan hat, was ein anderer sagte. Dazu braucht es viel Vertrauen.
In der Bibel steht ein Satz, der sagt, Glauben ist wie Vertrauen mit verbundenen Augen.
Lesen: Hebräer 11,1 (nach Gute Nachricht)
Das heißt: Wer glaubt, vertraut Gott, den er nicht sieht, als wäre er wirklich da.
Und das Großartige ist: Gott ist da, Gott ist hier, Gott ist wirklich!
Du kennst das ja: Manchmal hast du Angst und weißt nicht, was kommen wird. Manchmal bist du wie blind und kannst nicht sehen, wie es weitergehen soll.
- Wir dürfen darauf vertrauen dass er uns auffängt.
- Wir dürfen darauf vertrauen, dass er uns durch das Leben führt.
- Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir ein gutes Ziel erreichen.
- Wir dürfen zu ihm beten und ihm alles sagen, was uns freut, aber auch alles, was so schwierig ist und wo wir seine Hilfe brauchen.
Übrigens bist du nicht der/die Erste, der das ausprobiert hat. Tausende Christen heute und Millionen in den Jahren davor haben mit diesem Gott gute Erfahrungen gemacht.
Die Bibel erzählt von vielen Menschen, die auf Gott vertraut haben. Das war nicht immer einfach – auch sie hatten oft große Angst und manchmal auch Schuld, aber immer ist es gut ausgegangen, wenn ein Mensch Vertrauen – Glauben – hatte. Das waren keine Superhelden, sie haben keine Spitzenleistungen des Glaubens gebracht, sondern sie haben Gott vertraut und er hat mit ihnen die Welt verändert.
Jetzt können kurz Beispiele genannt werden: (siehe Hebräer 11,3–31)
Abraham / Eltern des Mose / Mose / David / Johannes / Maria / usw.
- evtl. Kinder selbst berichten lassen, wie das Vertrauen der „Väter und Mütter“ ausgesehen hat.
Später heißt es sogar im Hebräerbrief, dass sie alle, die Gott vertraut haben, wie eine Wolke von Zeugen sind – das meint, eine Wolke von treuen Christen. Eine Wolke, die uns umgibt und wozu auch wir gehören können.
Einschub: Woraus besteht eine Wolke?
Brillenträger wissen das (und sie müssen ja auch mal einen Vorteil haben.) Wenn sie durch den Nebel laufen oder mit dem Fahrrad fahren, dann schlagen sich die kleinen Wassertropfen auf der Brille nieder.
Millionen kleine Wassertropfen sind da in der Luft und weit über uns sehen wir den Nebel als Wolke.
Illustration: Man kann über einen Wassertopf mit kochendem Wasser eine Glasscheibe halten und dann versuchen die Wassertropfen zu zählen. (Eine Wolke besteht aus unzähligen Tröpfchen)
Die Wolke der Zeugen, das sind die Millionen, die schon vor uns geglaubt haben und die heute zu Jesus Christus gehören. Und dazu dürfen wir auch gehören – wie ein kleiner Wassertropfen im Nebel. Jesus bindet uns zusammen zu einer riesigen Wolke. Du und ich, ein Teil der Wolke der Glaubenden.
Frage: Wer gehört alles dazu? Kennt ihr Personen? (Auch Personen aus der Gegenwart der Gemeinde
benennen).
Auch jetzt in der Allianzgebetswoche sind es viele Tausend die gemeinsam mit uns beten. Sie danken Gott, sie freuen sich an Jesus und sie sagen ihm ihre Bitten.
Das dürfen wir Kinder auch machen. Gemeinsam mit der „Wolke“ der anderen wollen wir jetzt beten.
Gestaltungstipp
Die Leiterin hat Zettel vorbereitet, auf denen Impulse zum jetzt folgenden Gebet stehen. Die Kinder können sich selbst einen Zettel nehmen und daraus ein Gebet formulieren. Nicht ausformulierte Gebete austeilen, sodass sie nur ablesen, sondern sie sollen sich vorstellen, dass sie Jesus als Gegenüber (er ist wirklich da!) jetzt mit ihrem Gebet ansprechen.
Wofür können wir dankbar sein?
- dass wir Gott vertrauen können
- dass er uns hält, auch wenn die Angst kommt
- dass er uns auffängt, wenn wir nicht weiter wissen
- dass wir nicht allein sind
- dass wir ihm alles sagen können
Wofür wollen wir bitten?
- für Kinder, die Angst haben
- für Menschen, die niemand haben, dem sie vertrauen können
- für Christen, die verfolgt werden
- für unserer Gemeinde, dass viele neue Kinder dazu finden
- für die Schule, dass es gerecht zugeht und das Lernen Spaß macht
Liedvorschläge
- Du brauchst einen Freund – Jungscharliederbuch Nr. 129
- Lass mich an dich glauben – Jungscharliederbuch Nr. 44
- Ich singe dir mit Herz und Mund
Kollektenempfehlung
Kinder
Der Arbeitskreis „Kinder in Kirche und Gesellschaft“ will mithelfen, dass Erwachsene mehr von Kindern wissen, Kinder und ihre Bedürfnisse stärker in den Gemeinden vorkommen und Mitarbeiter in der Arbeit mit Kindern geschult und gestärkt werden für ihren Dienst. Gefördert wird auch das Gebet für und mit Kindern auf der Ebene der Evangelischen Allianz.



