...geben wir den Segen weiter
Freitag, 16. Januar 2009
„Durch den Glauben segnete Isaak den Jakob und den Esau im Blick auf die zukünftigen Dinge. Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne Josefs und neigte sich anbetend über die Spitze seines Stabes. Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle. Durch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, dass er ein schönes Kind war; und sie fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot.“
(Hebräer 11,20–23)
Text zur Ergänzung: Psalm 78,1–8
Der Glaube an die Zukunft ist in Deutschland Vielen abhanden gekommen. Das zeigt sich auch an fast überall sinkenden Geburtenzahlen. Manche sagen: „Man kann keine Kinder in diese chaotische Welt mit dieser unsicheren Zukunft setzen.“
Auch manche Christen klagen über die „immer schlechter werdenden Zeiten“. Merken wir nicht, dass wir unseren Kindern damit den Horizont verdunkeln? Nicht wegen der unsicheren Zeiten, sondern weil wir die Perspektive des Himmels verloren haben, glauben wir nicht mehr an eine Zukunft für die kommende Generation. Der eigentliche Grund der Zukunftsverneinung liegt in der Gottesvergessenheit und damit im Unglauben – auch bei Christen.
Die Zukunft sah auch für unsere Glaubensväter und -mütter, für Jakob, Joseph, für Moses Eltern oder später für Martin Luther oder Huldreich Zwingli nie sicher aus. Noch heute singen wir die Glaubenslieder Paul Gerhardts, gedichtet in einem vom dreißigjährigen Krieg, von Pest und Hunger zerstörten Land. So prägten diese Menschen mit Glaubensmut und Tatkraft die Welt weit über ihre Generation hinaus.
Die Glaubensväter machten sich keine Illusionen über den „Fortschritt“ ihrer Gesellschaft. Mitten in der Zerstörung wussten sie: Es gibt mehr als diese sichtbare Welt. Es gibt Hoffnung über den Tod hinaus. Das gab ihnen Zuversicht, die zur Tatkraft wurde. So führt diese Hoffnung gerade nicht zur Weltflucht oder Vertröstung auf das Jenseits.
Wir wollen mit den Glaubensvätern vertrauen: Dieser Gott wird auch in den Zeiten unserer Kinder noch der Gleiche sein. Dem Kulturpessimismus wollen wir eine Kultur des Segnens entgegensetzen. Wir wollen vertrauensvoll für unsere Kinder und die nachfolgenden Generationen beten, Gott betend ihr Potential anvertrauen und ihnen Mut machen, „unserem“ Gott zu vertrauen.
Gebetsschwerpunkt: Gebet für Kinder und Jugendliche – Generationentransfer
„Oma, erzähl mir eine Geschichte“, sagt das Enkelkind und kann gar nicht genug kriegen, bevor es ins Bett geht.
Was für eine Gelegenheit, dem Kind von Jesus zu erzählen, die Geschichten aus der Bibel und die Erlebnisse des eigenen Glaubens lebendig werden zu lassen und weiterzugeben! Diese Chance darf nicht ungenutzt bleiben.
Zum Beten
Dank
- dass junge Menschen zum Glauben an Jesus kommen
- für Kinder- und Jugendarbeit in unserer Nähe und in armen Ländern
Beugung
- Wir beugen uns, dass wir die Sehnsüchte und Bedürfnisse der jungen Menschen oft nicht ernst genommen haben und nicht versucht haben sie zu verstehen.
Bitte
- für verzweifelte und ziellose junge Menschen, dass wir ihnen unsere Hoffnung in Jesus für Zeit und Ewigkeit glaubwürdig weitergeben können
- für junge Menschen in Not, dass sie ein Leben in Würde und mit Sinn erleben
- für junge Menschen, die unter getrennten Ehen leiden
- für Alleinerziehende, dass sie Hilfe und Verständnis in der christlichen Gemeinde finden
- für Jugendliche ohne Arbeit oder Lehrstelle
- für junge Leute die suchtgefährdet sind, dass sie Hilfe finden
- dass junge Menschen ein Ja zu Ehe und Familie finden
- für die Älteren, dass sie ihre Lebenserfahrungen hilfreich weitergeben können
- dass Eltern, Lehrer und Ausbilder die jungen Leute nicht als Belastung empfinden, sondern als kostbares Gut
Zum Singen
- Oh Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus
- Wasser des Lebens fließt wie ein Strom
Gestaltungsidee
Wir können uns überlegen, wo wir in unserer Umgebung ganz konkret heute oder morgen Segen an Menschen weitergeben können, und uns darüber in Kleingruppen vor dem Gebet austauschen.
Kollektenempfehlung
PerspektivForum Behinderung
Das PerspektivForum Behinderung der Evangelischen Allianz bietet jedes Jahr eine integrierte Tagung von Behinderten und Nicht-Behinderten zur Schulung für einen guten Umgang miteinander an. Hier werden auch Anleitungen für Gemeinden erarbeitet. Danke für Ihre Unterstützung für diesen noch nicht sehr bekannten Arbeitszweig.


