Durch den Glauben...

Glauben ist eine Beziehungssache. Im Mittelhochdeutschen hieß es „gelouben“, was an „geloben“ und „sich verloben“ erinnert. Sogar die alten Germanen verstanden es schon so: Glauben heißt: Gott lieb haben.

Ich glaube an Gott den Vater. Und an Jesus Christus. Und an den Heiligen Geist. Ich habe ihn lieb, den dreieinigen Gott. Weil er mich unendlich lieb hat. Und ich ihm diese Liebe glaube.

Martin Luther wird der folgende Text zugeschrieben:
„Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist’s aus mit mir.
Ich muss verzweifeln.
Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tu ich nicht. Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin. Ob ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.
Dann spricht er zum Vater: Dies Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deine Gebote übertreten, Vater, aber er hängt sich an mich. Was will’s! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen.
Das soll mein Glaube sein!“


Und solcher Glaube bleibt nicht ohne Folgen. Durch ihn …
… gewinnen wir Durchblick, können wir Gott gefallen, handeln wir mutig, wird Unmögliches möglich, stoßen wir an Grenzen, geben wir den Segen weiter, leben wir konsequent und setzen wir auf Zukunft. Acht spannende Themen aus dem Zentrum des christlichen Glaubens erwarten uns in der Allianzgebetswoche.

Wir wollen auf Gott hören und aufeinander. Und wir wollen ihn ganz neu lieb gewinnen. Und die Christenmenschen links und rechts von uns auch.

Herzlich,
Ihr

Jürgen Werth
Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz und Direktor des Evangeliums-Rundfunks in Wetzlar