...stoßen wir an Grenzen
Donnerstag, 15. Januar 2009
„Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißung empfangen hatte und ihm gesagt worden war: „Was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden.“ Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er ihn auch als Gleichnis dafür wieder.“
(Hebräer 11,17–19)
Text zur Ergänzung: Hebräer 11,35–40
Abraham hatte viele Male den Segen Gottes erfahren. Gott hatte Abraham „gelockt“ mit den „Vorteilen“ des Glaubens. Auch uns lockt Gott auf diese
Weise; denn der Glaube rettet, gibt uns Mut, Orientierung, Geborgenheit, wir erleben Wunder und überwinden Mauern.
Nun plötzlich scheint sich das Angesicht Gottes zu verdunkeln. Was ist das für ein Gott, der von seinem Bundesgenossen das Opfer des einzigen Sohnes fordert? Wie sollte aus Isaak ein großes Volk entstehen, wenn er tot war? Steht Gott nicht mehr zu seiner Verheißung? Hat Abraham sich in Gott getäuscht?
Hat er uns betrogen, gar verführt? So können auch gläubige Menschen fragen, die sich unversehens in Lebenskrisen wiederfinden: der Tod eines nahen Menschen, Krankheit, Arbeitslosigkeit, finanzielle Ausweglosigkeit. Gerade wenn wir ihn am nötigsten hätten, wird er uns zuweilen fremd und unberechenbar. Nicht nur die Krise führt uns an unsere Grenzen, Gott selbst tut es. Aber er überfordert uns nicht. In diesen Grenzsituationen lernen wir es, Gott auch in scheinbar ausweglosen Situationen zu vertrauen und an seine unbegrenzten Möglichkeiten zu glauben.
Abraham bestand die Prüfung. Oft hatte er im Vertrauen versagt und daraus gelernt, Gott auch auf schweren Wegen bedingungslos zu vertrauen. Nun wusste er: Gott ist absolut vertrauenswürdig und zuverlässig. Er wird zu seiner Verheißung stehen, auch wenn er dafür das Unmögliche möglich machen und Isaak von den Toten auferwecken muss.
Mit diesem Glauben gibt uns Abraham eine „Vorschau“ auf das Opfer von Jesus am Kreuz. Gott fordert keine Menschenleben von uns. Im Gegenteil: Er opfert seinen Sohn, damit wir leben können. Für uns ist es „kostenlos“, denn den Preis hat Gott selbst bezahlt. Und wir dürfen leben! Deshalb musste auch Isaak als „Sohn der Verheißung“ nicht sterben.
Gebetsschwerpunkt: Gebet für verfolgte Christen
„Ich bin entsetzt, was ich da gerade über die Christen im Sudan gelesen habe. Was kann man da nur machen?“ sagte ein Mann im Missionskreis der Gemeinde.
Gut, dass wir wissen, Gott ist auch im Sudan. Und wir können ihn bitten und glauben, dass er den Geschwistern in ihrer Not mit seiner Hilfe nahe ist.
Zum Beten
Dank
- dass das Evangelium auch in Ländern verkündigt wird, wo es offiziell verboten ist oder behindert wird
- für Christen, die trotz Verfolgung an ihrem Platz ausharren
Bitte
- um Schutz für alle, die um ihres Glaubens willen verfolgt, vertrieben, gefangen, gefoltert, getötet werden
- für Christen in islamischen, buddhistischen, atheistischen Ländern und Kulturen
- für die Bemühungen um Religionsfreiheit in allen Ländern
- um Öffnung der kritischen Länder wie Saudi-Arabien, Somalia, Nordkorea, Myanmar u.a.
- für alle, die Christen verfolgen, dass sie die Liebe Jesu persönlich erfahren
- für die Regierungen und die Verantwortlichen in den kritischen Ländern
- dass Christen in freien Ländern Verantwortung für Geschwister in Not und Verfolgung wahrnehmen und für sie eintreten und beten
- dass das Blut der Märtyrer Same für Erweckung und Erneuerung sein kann
- um Bewahrung von messianischen Juden und palästinensischen Christen
Zum Singen
- Wer Gott folgt, riskiert seine Träume
- Ein feste Burg ist unser Gott
Gestaltungsidee
Es kann ein Gespräch in Kleingruppen geführt werden, wo wir in unserem Leben Grenzen erleben und wie wir damit umgehen. Das eine Mal müssen wir sie annehmen, ein anderes Mal als Herausforderung sehen und im Glauben überschreiten.
Kollektenempfehlung
Dienstleistungen für örtliche Allianzen
Mancherorts ist wenig bekannt, dass die Evangelische Allianz nicht nur die Gebetswoche durchführt. Der Grundgedanke, die Einheit der Christen zu stärken durch gemeinsames Gebet, gemeinsamen Dienst in Evangelisation, Mission, Diakonie, hat an vielen Orten Gestalt geworden. Das Team der Mitarbeiter ist auch dafür da, die etwa 1100 örtlichen Allianzen zu koordinieren. Sie sind unterwegs, um örtliche Allianzen zu beraten, zu schulen und Dienste der Verkündigung zu tun.


