...handeln wir mutig

Dienstag, 13. Januar 2009

„Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Ret­tung seines Hauses, als er ein gött­liches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glau­ben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. Durch den Glau­ben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme.“
(Hebräer 11,7+8)

Text zur Ergänzung: Lukas 5,1–8

© Ton Slewe | Dreamstime.com

Hier stehen wir nun vor den bekannten „Glaubenshelden“: Noah baut ein riesiges Schiff auf trockenem Land. Abraham bricht in ein unbekanntes Land auf. Nur auf das Wort Gottes hin. Ohne jegliche Anschauung oder auch nur Wahrscheinlichkeit der Erfüllung des „unmöglichen“ Auftrages Gottes! Dazu gehört wirklich Mut, der nur aus einem tiefen Vertrauen erwachsen kann, dass Gott absolut zuverlässig ist. Genau deshalb wurden sie ja auch zu den
großen Vorbildern des Glaubens, die uns das Neue Testament vor Augen stellt (Römer 4).

Solcher Glaube ehrt zuerst Gott – und führt dann auch zur eigenen Rettung. In diesem Sinne „belohnt“ Gott durchaus einen großen Glauben. Der Fischzug des Petrus in Lukas 5 (zweiter Text) macht es anschaulich, was es heißt, auf das Wort Jesu hin Unmögliches zu tun – und dadurch sogar in eine neue Lebensberufung zu finden.

Ehe wir uns nun resignierend als hoffnungslos Kleingläubige einstufen, sollten wir Noah und Abraham wie auch Petrus genauer betrachten. Ihre „Leistung“ bestand nicht darin, dass sie sich anstrengten, im Glauben „große Dinge zu tun“. Sie taten nämlich zunächst gar nichts, bis sie Gott persönlich ansprach und sie zu dem aufforderte, was sie „berühmt“ gemacht hat. Entscheidend ist ihre Reaktion. Wagen sie es, den Auftrag Gottes bzw. Jesu in die Tat umzusetzen? Indem sie sich dazu mutig entschlossen, wurden sie zu Vorbildern des Glaubens; eines Glaubens, der die Stimme Gottes zu hören vermochte und ihr Folge leistete.

Sie waren also keine Glaubensgiganten, aber solche, die Gott mit einem besonderen Auftrag los­schicken konnte. Wir müssen uns also nicht anstrengen, Glaubenshelden zu werden. Wir sollen freilich ein offenes betendes Ohr zu Gott hin haben, damit er uns mit seinen Aufträgen betrauen kann – und sie dann vertrauensvoll und beherzt anpacken.

Gebetsschwerpunkt: Gebet für Mission und Evangelisation, besonders ProChrist 2009

„Los, lass uns doch mal eine evangelistische Aktion auf dem Marktplatz organisieren“, sagte ein junger Mann mit leuchtenden Augen und freudig erregter Stimme.
Er hatte vor kurzem zum Glauben gefunden und wollte nun mutig und engagiert ans Werk gehen. Aber die anderen aus dem Jugendkreis hörten eher skeptisch zu und wollten ihn in seinem Eifer lieber bremsen.
Warum sind wir im Blick auf Evangelisation oft so zurückhaltend und mutlos?

Zum Beten

Dank

  • für die großen Möglichkeiten, das Evangelium in und für Europa auszustrahlen
  • für den Evangeliums-Rundfunk (ERF) und alle evangelistischen Hilfsmittel
  • für evangelistische Einsätze in unserem Land und in Europa

Bitte

  • dass viele Menschen in Europa hören und  glauben
  • um Mut, dass vor allem Außenstehende eingeladen werden
  • für Christen und Gemeinden, dass sie für die Neubekehrten Heimat bieten
  • für die Neubekehrten, dass sie im Wort Gottes fest  werden
  • für die Mitarbeiter in Chemnitz und den einzel­nen Übertragungsorten von ProChrist
  • für die beteiligten Länder, für die Übersetzung in andere Sprachen, für die Dolmetscher
  • um die finanziellen und technischen Mittel
  • dass auch die Migranten von ProChrist erfasst werden
  • dass der Herr unserem Volk und den Völkern Europas eine Sehnsucht nach ihm gibt 

Zum Singen

  • Jesus, dir nach, weil du rufst
  • Leben aus der Quelle

Gestaltungsidee

Laden Sie Mitarbeiter von ProChrist ein, sie zu informieren, wenn es in Ihrer Nähe stattfindet. Ansonsten wäre eine Bericht über ein evangelistisches Projekt im In- oder Ausland sinnvoll.

Kollektenempfehlung:

Internationale Arbeit

Die Evangelische Allianz ist eine internationale Gemeinschaft, derzeit in ca. 130 Ländern weltweit. Wir sind zur Mitarbeit gefordert in der Europäischen und Weltweiten Arbeit der Evangelischen Allianz. Partnerschaften und Unterstützung für Evangelische Allianzen in Russland, den GUS-Staaten, in Ungarn und in Ländern auf dem Balkan gehören zu unseren Aufgaben, auch die Unterstützung der Vertretung bei der Europäischen Union und beim Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen.