Zum Dienen gesandt
Samstag, 12. Januar 2008
„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
(Matthäus 5,13–16)
Text zur Ergänzung: Matthäus 9,35–10,1
In einem Lied singen wir „Das Höchste meines Lebens ist, dich kennen, Herr ... dich lieben, Herr ... dir dienen, Herr.“ Ist das das Höchste meines Lebens? Gestaltet sich mein Leben als Dienst, wenn ich Jesus Christus kennen und lieben gelernt habe?
Wir leben in einer Dienstleistungsgesellschaft, wollen also anderen einen Dienst und eine Hilfe anbieten. Wenn ich Jesus kennen und lieben gelernt habe, bin ich auch ein Dienstleister, der im Namen und Auftrag Jesu anderen Menschen einen Nutzen bieten will.
Ich kann dienen, weil der Herr Jesus mir zuerst gedient hat, er hat sich ganz und gar als Diener verstanden, Menschen zu helfen und zu dienen in vielfältiger Weise nach Geist, Seele und Leib. Sein größter Dienst für mich war sein stellvertretender Tod am Kreuz für meine Sünde.
Ich kann dienen, weil ich als Nachfolger Jesu zum Dienen gesandt bin, berufen, Dienstleister für andere zu sein. Ich darf von Jesus her leben und dienen. Er hat gedient, ich darf dienen – das ist nicht Pflicht und Bedrückung, sondern Freude, Vorrecht und göttliche Berufung mit dem Ziel, dass Menschen Jesus Christus kennen lernen.
Ich kann dienen, weil Gott seine Gaben zum Dienen gibt. Ich bin nicht auf mich selbst und meine Kraft angewiesen. Jesus selbst gibt seinen Heiligen Geist und alle seine Gaben und befähigt zum Dienst für Gott und Menschen – zum Nutzen für andere.
Der größte Dienst, den ich für Gott tun kann, ist Gebet. Warum? Weil Gebet Beziehung zu ihm ist, Liebe, Anerkennung, Hingabe, Akzeptanz seines Willens in meinem Leben.
„Das andere aber ist dem gleich: Liebe deinen Nächsten…“ Weil der Herr Jesus mir gedient hat, darf ich jetzt anderen Menschen dienen. In Zuneigung und Liebe, im Trösten und Segnen; im Gebet und Hören Anteil nehmen an seinem Leben; verstehen was er braucht; ihm helfen, Jesus Christus kennen zu lernen.
Horst Weippert
Zum Beten
Gebetsschwerpunkt: Dienst am Nächsten
Oft keine Selbstverständlichkeit mehr, da der praktische Dienst am Nächsten spezialisiert und den „Profis“ überlassen wird. Dass Hilfe für Menschen in sozialen und seelischen Nöten unmittelbar mit der Verkündigung der Liebe Gottes in den Gemeinden verbunden ist, wird eher selten erlebt. Wort und Tat, Salz und Licht, Verkündigung und fühlbare Zeichen der Liebe Gottes gehören (wieder) viel mehr zusammen, „damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“.
Anbetung und Dank
- für den einzigartigen Dienst Jesu an uns
- für seine Berufung, in seinem Namen und seiner Kraft Diener und Boten zu sein
- für seinen Heiligen Geist, der uns zum Zeugnis und Dienst Kraft gibt
Beugung
- für die Schwäche unserer Kirchen, wo Verkündigung und Diakonie oft auseinanderfallen
Bitte
- für das Nutzen der großen göttlichen Möglichkeiten
- für das Wachsen in diesem Dienst Tag um Tag
- für den Dienst an Menschen mit Wort und Trost, Liebe und Zuwendung
Weitere Gebetsanliegen
- für die Gemeinden vor Ort und ihre missionarische, soziale und politische Berufung
- für hilfreiche Kooperationen zwischen Gemeinden und christlichen Werken
- für Christen in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verantwortung
Zur Gestaltung
Gestaltungsidee
Während des Gebetstreffens überlegen, wo ich in der kommenden Woche Licht und Salz in meiner Umgebung sein möchte, wem ich konkret dienen will.
Liedvorschläge
- Herr, das Licht deiner Liebe
- Er ist der Erlöser
- Komm, folge Jesus
- O komm, du Geist der Wahrheit
Kollektenempfehlung
Der Arbeitskreis für Religionsfreiheit – Menschenrechte – verfolgte Christen arbeitet an den Brennpunkten der Gesellschaft. Es gilt, die oft schwierige Situation in vielen Ländern zu beobachten, die Öffentlichkeit und Politiker zu informieren, die christliche Gemeinde zum Gebet zu motivieren.
Danke, wenn Sie uns durch Ihre Gaben helfen, diese Dienste weiter zu tun.

