In Stürmen gesichert
Montag, 7. Januar 2008
„Es erhob sich ein großer Windwirbel und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde. Und Jesus war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille.“
(Markus 4,37–39)
Text zur Ergänzung: Psalm 4
Zwanzig Minuten blieben Steve Hewitt, um sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen. Zwanzig Minuten, bevor der Tornado einschlug, begannen die Alarmsirenen zu heulen. Als es draußen immer heftiger regnete und das typische, knirschende Geräusch immer lauter wurde, kauerten die Hewitts im Keller ihres einstöckigen Hauses. „Mein Sohn klammerte sich an mich, ich hielt meine Frau im Arm. Als es vorbei war, bin ich hoch. Da war nichts mehr, nur noch der Himmel. Kein Dach mehr, kein Haus mehr, keine Nachbarhäuser, alles war weg.“ (Originalnachricht Weserkurier 7.5.07, drei Tage nach dem verheerenden Tornado in Greensburg, Kansas)
Wahrscheinlich haben die wenigsten von uns einen echten Tornado erlebt. Aber Stürme – und ich meine nun keinen Orkan mit Wind und Regen, sondern die Lebensstürme, die über uns hinweg ziehen – kennen sicherlich die meisten. Lebensstürme, die sich ganz allmählich zusammenbrauen oder wie aus heiterem Himmel hereinbrechen. Keine Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.
Der plötzliche Tod eines geliebten Menschen, die unerwartete Diagnose einer schlimmen Krankheit, das Zerbrechen einer Ehe und Familie, der Verlust der Arbeitsstelle. Alle diese menschlichen Katastrophen können wie ein Sturm in unser Leben fegen und von einem Augenblick zum anderen alles verändern.
Steve Hewitt hatte sich in den Keller seines Hauses geflüchtet. Wohin flüchten wir?
Es geht nicht darum, vor dem Sturm zu fliehen. Es kommt darauf an, in dem Sturm gesichert zu sein.
Die Jünger auf dem See Genezareth hatten es richtig gemacht. Auch sie ahnten nicht, dass ein Sturm sie auf der Überfahrt überraschen würde. Aber sie hatten Jesus dabei. „Sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit.“ (Vers 36)
Jesus im Boot haben, das ist die Rettung, die durch den Sturm trägt.
Auch wenn nach dem Sturm nichts mehr so ist, wie es vorher war. Jesus ist da. Er kann aus dem heftigsten Sturm eine große Stille machen.
„Da war nichts mehr, nur noch der Himmel.“
Marieluise Bierbaum
Zum Beten
Gebetsschwerpunkt: Geborgen bei Jesus
Es ist die Erfahrung einer Minderheit, Jesus Christus persönlich zu kennen und zu folgen. Aber er gönnt diese Erfahrung allen. Unser Dank für die Geborgenheit bei ihm verbindet sich mit der Bitte für die, die hier Mangel erfahren. Mit Jesus Erlebtes ist nie nur für mich selber bestimmt, sondern auch dafür, es anderen weiterzugeben und sie zu segnen.
Anbetung und Dank
- für die große Erlaubnis, in Stürmen bei Jesus Schutz zu finden
- für das große Herz Gottes, des Vaters, für die Not und Rettung aller seiner Kinder
- für die Freiheit, diese Botschaft bei uns allen weitersagen zu können
Beugung
- dass wir Bewahrung, Schutz, Geborgenheit und Trost bei Gott oft so selbstverständlich nehmen
- dass wir diese Chance anderen nehmen, indem wir sie verschweigen
Bitte
- für Christen um uns herum in schweren Lebensprüfungen
- für den helfenden Dienst und die Verkündigung an Menschen in sozialer und menschlicher Bedrängnis
- für ehrliche, einladende und glaubwürdige Verkündigung durch unser Leben und das Zeugnis der Gemeinden
Weitere Gebetsanliegen
Diakonie, Freiwilligendienste und Seelsorge an Menschen in sozialer und menschlicher Not, z.B. Straffällige, Drogen- und Alkoholabhängige, Menschen in Ehe- und Familienkrisen, Schwerkranke
Gestaltung
Gestaltungsidee
Jeder Teilnehmer kann sich ein Stück festes Seil abschneiden, als Erinnerung, dass er in stürmischen Zeiten fest gesichert ist.
Liedvorschläge
- Vater, ich komme jetzt zu dir
- Herr, ich suche deine Ruhe (Auge im Sturm)
- Von guten Mächten wunderbar geborgen
Kollektenempfehlung
Unser Arbeitskreis für Migration setzt sich unter anderem dafür ein, dass ausländische Mitbürger das Evangelium von Jesus Christus erfahren.
Der Arbeitskreis Islam möchte Christen mit fundierten Informationen über den Islam dazu befähigen, missionarische Zeugen für Muslime in ihrer Umgebung zu sein und bereitet z.B. das jährliche „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ vor.

