Weil ER lebt

Gebetstreffen für Frauen

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“
(1. Petrus 1,3)

Da kannst du was erleben!

Erscheint Ihnen dieser Satz als Aufmunterung oder macht er Ihnen Angst? Petrus schreibt an die Gemeinden in Kleinasien. Sie leben als Fremdkörper in einer Umwelt, die mit den Christen nicht viel zu tun haben will. Noch hat die Verfolgung nicht begonnen, aber sie zeichnet sich schon ab. Da schickt Petrus einen Brief zum Trost und zur Ermahnung. Was ist wichtig in so einer kritischen Zeit? Es ist mehr als gute Sitte, dass der Brief mit einem Lobpreis beginnt. Unser Vers erzählt davon, dass Gott lebendig ist und lebendige Hoffnung schenkt. So bekommen die jungen Christen Wegweisung für ihren Alltag und bevorstehende Krisen. So kommt Leben ins Leben.

1. Er lebt

Das Lob gebührt Gott, weil er mit der Auferweckung Jesu den Tod besiegt hat. Damit ist eine neue Basis für unseren Glauben gelegt. Die Macht des Todes wurde besiegt. Er ist kein ferner Herrscher im Himmel. Das Wort Barmherzigkeit bringt zum Ausdruck, dass er sich uns zuneigt, in Bewegung ist. Das ist nichts Starres, Formelles, sondern Leben pur und in Aktion.

2. Er gibt lebendige Hoffnung

Diese Hoffnung beinhaltet, dass seine Kinder teilhaben an diesem Sieg Gottes. Wer zu ihm gehört, bekommt ein neues Leben, wird neu geboren. „Was der Mensch wünscht, das hofft er“, heißt ein Sprichwort. Wer nicht mehr hofft, hat sich aufgegeben. Christen bekommen eine Hoffnung, die über diese Welt hinaus reicht. Dieser Ausblick war Trost, um in der bevorstehenden Leidenszeit nicht aufzugeben.

3. Wo leben wir?

Der Bibelvers erzählt von Gottes neuer Welt, die durch Jesus für uns bereit ist. Wir sind Bürger des Reiches Gottes. Schon hier auf dieser Erde können wir von seinen Verheißungen leben, am Ende der Zeit werden wir die ganze Fülle erfahren. Tun wir das? Leben wir als Kinder Gottes und Bürger seines Reiches oder als Knechte, die sich in Angst um ihren Platz in der Welt Gottes abmühen? Was haben wir erlebt und was können wir uns davon erzählen?

Margitta Rosenbaum

Zum Beten

Gebetsanregungen

Im Gespräch teilen wir uns eigene Erlebnisse mit dem lebendigen Gott mit. In 1. Petrus 1,3–9 werden zahlreiche Zusagen aufgezählt:

  1. Was bedeutet Gottes Barmherzigkeit für mein Leben?
  2. Was bewirkt eine lebendige Hoffnung im Alltag?
  3. Wo gibt es in unserer Umgebung Hoffnungslosigkeit? Wie können wir praktisch helfen und wofür wollen wir beten?

„Du gibst das Leben, das sich wirklich lohnt. Für dies Versprechen hast du dich nicht verschont. Und du gibst nicht nur ein wenig, Herr die Fülle ist bei dir! Du, das Leben, gibst das Leben, das sich lohnt.“
Für die Gebetsgemeinschaft wird dieses Lied vorgeschlagen. Jede Strophe gibt uns einen neuen Impuls.

1. + 2. Strophe: Grund, Gott zu loben.
Unser Bibeltext gibt Beispiele für die Fülle, die bei Gott zu finden ist. Wir wollen sie gemeinsam aufzählen und Gott darüber anbeten. Wir leben von Gottes Barmherzigkeit, die sich uns zuwendet und unser Leben erfüllt. Der Ausblick auf Gottes neue Welt gibt uns einen neuen Blick für unseren Alltag.

3. Strophe: Im Glauben wachsen – auch Probleme gehören zu Gottes Plan.
Um auch in Traurigkeit auf ihn zu sehen, brauchen wir Gottes Hilfe. Das neue Leben kann nur in der Beziehung zu Jesus wachsen und bleiben. Darum wollen wir für unsere Gemeinden bitten, dass sie Orte lebendiger Hoffnung sind. Wir brauchen den Blick für das, was Gott wachsen lassen will, was er Neues schaffen will. Und wir brauchen den Mut, uns einzugestehen, wo Altes abgestorben ist und schon lange das Lebendige behindert.

4. Strophe: Wir haben eine Aufgabe.
Fürbitte für Menschen ohne Hoffnung. Es sind nicht nur die Drogenabhängigen oder Alkoholiker, die ohne Hoffnung leben. Viele Menschen um uns herum haben kein Ziel vor Augen. Sie fühlen sich einsam und sind oft ohne Mut zum Leben. Sie brauchen unsere Gebete.

Zur Gestaltung

Kollektenempfehlung

Unser Arbeitskreis Migration setzt sich unter anderem dafür ein, dass ausländische Mitbürger das Evangelium von Jesus Christus erfahren.
Der Arbeitskreis Islam möchte Christen mit fundierten Informationen über die Weltreligion Islam dazu befähigen, missionarische Zeugen für Muslime in Ihrer Umgebung zu sein und bereitet z.B. das jährliche „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ vor.
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