Zum Leben bestimmt

Dienstag, 8. Januar 2008

„Paulus sprach: Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht der Heiden gemacht, damit du das Heil seist bis an die Enden der Erde.« (Jesaja 49,6)
Als das die Heiden hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und alle wurden gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren. Und das Wort des Herrn breitete sich aus in der ganzen Gegend.“
(Apostelgeschichte 13,47–49)

Text zur Ergänzung: Jesaja 42,1–9

Der Gott der Bibel ist ein Gott des Lebens. Er schafft das Leben. Der Tod widerspricht seinem Willen und Wesen zutiefst. Darum widersteht ihm Gott in Jesus. In seinem Sterben am Kreuz und in seiner Auferstehung macht Gott seinen Willen zum Leben unüberbietbar klar.

Unser Text gibt Einblick in die erste Missionsreise des Apostels Paulus wohl in den Jahren 46–48 n. Chr. – d.h. knapp 15 Jahre nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Die Botschaft vom gekreuzigten und auferstandenen Jesus löst in der Stadt Antiochia in Pisidien eine Erweckungsbewegung aus. Menschen hören diese faszinierende Nachricht von Gottes Willen und Tat zum Leben. Sie kommen zum Glauben und beginnen ein neues Leben in der Gemeinschaft mit Jesus, dem Auferstandenen. Aber diese Botschaft ruft auch Ablehnung, ja sogar Hass hervor, denn ein Gott, der so handelt, widerspricht allen bisherigen religiösen Vorstellungen und philosophischen Systemen. Der Widerstand führt aber nicht in den Untergang, sondern verstärkt die globale Ausbreitung des Evangeliums.

Die Entscheidung ist ja schon gefallen. Der Gekreuzigte ist auferstanden. Jesus lebt und will unser Leben. Das steht unzweifelhaft fest. Denn ohne seine Auferstehung gäbe es keine Apostelgeschichte. Ohne Auferstehung wäre die Geschichte Jesu mit seiner Beerdigung zu Ende gewesen. Seine tief enttäuschten, öffentlich blamierten, um ihr eigenes Leben bangenden Jünger hätten nie wieder angefangen von ihm zu reden. Aber sie tun es doch – denn er lebt. Der Gekreuzigte lebt. Er ist auferstanden. Die Geschichte Jesu geht weiter. Es beginnt eine neue Bewegung in dieser Welt, ausgelöst von dieser faszinierenden Nachricht vom Leben – die Bewegung der Gemeinde. Eine Bewegung getragen davon, dass Menschen in der persönlichen Gemeinschaft mit Jesus neues, ewiges Leben finden. Denn „Gott will nicht den Tod des Gottlosen, sondern dass er umkehre und lebe.“ (Hesekiel 33,11)

Ulrich Materne

Zum Beten

Gebetsschwerpunkt: Kein Leben ohne Wurzeln

Eine abgeschnittene Blume ist eigentlich schon tot, obwohl sie vielleicht in einer schönen Vase prächtiger als draußen zur Wirkung kommt. Mit Sicherheit wird sie bald verwelken, ohne zu ihrer Bestimmung zu gelangen, Frucht und Samen zu tragen. So ist das Leben des Menschen ohne Gott. Getrennt von seiner eigentlichen Lebensquelle, kann es nicht zu seiner Erfüllung kommen. Nur in der Gemeinschaft mit Gott empfängt unser Leben Sinn, Tiefe und Zukunft. Wurzeln sichern den Bestand, verleihen Dauer, selbst durch die Kälte des Winters hindurch. Der Mensch braucht die Verwurzelung in Gott, seinem Ursprung, damit sein Leben ewiges Leben wird. 

Anbetung und Dank

  • Gott als Gott des Lebens
  • Vielfalt und Reichtum des Lebens in seiner Schöpfung
  • der Sieg des Lebens über den Tod in Jesus
  • seine Bestimmung für uns zum Leben

Beugung

  • dass wir in unserem Glauben und Handeln dem radikalen Lebenswillen Gottes oft nicht entsprechen

Bitte

  • dass wir aktiv Verantwortung tragen für das Leben
  • dass Leben beschützt und bewahrt wird
  • weil Leben besonders gefährdet ist an seinem Anfang und Ende
  • dass Menschen in der Gemeinschaft mit Jesus zur Erfüllung ihres Lebens finden

Weitere Gebetsanliegen

  • die Lebensschutzbewegung
  • Angebote für Mütter und Familien, die sich in Konflikten entscheiden, ihr Kind auszutragen
  • Stärkung einer Kultur des Lebens in Kirchen und Gesellschaft

Zur Gestaltung

Gestaltungsidee

Es können Kerzen oder Teelichte während oder nach der Gebetszeit entzündet werden – als Zeichen des Lebens, der Freude und der Wärme.

Liedvorschläge

  • Du gibts das Leben
  • Leben aus der Quelle
  • Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude

Kollektenempfehlung

Die Allianzkonferenz in Bad Blankenburg gehört neben der Gebetswoche zu den Grundsäulen der Allianzarbeit in Deutschland. Jedes Jahr kommen Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus, besonders unter Jugendlichen. Danke, wenn Sie mit Ihren Gaben die Weiterarbeit im Evangelischen Allianzhaus in Bad Blankenburg das ganze Jahr über und speziell die Allianzkonferenz ermöglichen.