Aussagen für Jesus
Du hast es gesehen. Du hast es gehört. Du kannst es bezeugen. Aber sollst du? Willst du? Nein, du schlägst dich lieber in die Büsche. Hast es so genau dann doch nicht gesehen oder gehört. Kannst dich eigentlich auch gar nicht mehr richtig erinnern. Und bist fein raus.
Denn wer als Zeuge auftritt, ergreift Partei. Sagt für den einen und gegen den anderen aus und verliert Zeit, Nerven, Seelenkraft. Und macht sich angreifbar. Also besser nichts wie weg!
Aber Vorsicht! Ohne Zeugen kommt die Wahrheit nicht ans Licht. Verlieren Verlierer zum zweiten Mal. Bleibt die Gerechtigkeit auf der Strecke. Und – Hand aufs Herz – Wahrheit und Gerechtigkeit sind wichtiger als Zeit und Nerven und Seelenkraft! Und ein Mensch ist es ohnehin.
Das gilt fürs Leben, und es gilt für den Glauben, das Leben aus Gott und mit Gott. Christen haben Jesus erlebt. Sie haben sein Wort gehört. Und stehen immer wieder vor derselben Frage: Sind sie zu einer Aussage bereit? Einer Aussage für Jesus? Oder schlagen sie sich in die Büsche?
Dabei wären sie in prominenter Gesellschaft. Petrus konnte sich im Hof des Hohenpriesters so gar nicht mehr daran erinnern, jemals irgendetwas mit Jesus zu tun gehabt zu haben. Das mag dem weher getan haben als mancher anschließende Peitschenhieb.
An seiner Liebe zu Petrus und zu den anderen verschämt verschwiegenen Jüngern hat das jedoch nichts geändert. Was ihnen schließlich den Mund geöffnet hat. Einen solchen Herrn kann und darf man einfach nicht tot schweigen! Von einer solchen Liebe muss man erzählen!
Bis heute.
Darum singen wir: „Wach auf, du Geist der ersten Zeugen…“ Wir wollen wie sie für Jesus aussagen. Wir wollen wie sie Gottes überirdische Barmherzigkeit bekannt machen. Und so der Wahrheit und der Liebe ans Licht helfen.
Jürgen Werth
Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz und Direktor des Evangeliums-Rundfunks in Wetzlar


