Aktuelle Gebetsanliegen aus dem AKREF
Auf diesen Seiten stellen wir tägliche Gebetsanliegen des Arbeitskreis für Religionsfreiheit - Menschenrechte - Verfolgte Christen der Evangelischen Allianz zur Verfügung.
19.03.2010Indien: Bundesstaat Andhra Pradesh: Pastor musste Opferfleisch essen
Etwa 50 Hindu-Extremisten griffen einen Pastor an und beschuldigten ihn der Zwangsbekehrung von Hindus. Pastor Satyam von der "Good Shepherd Community Church" in Yellasiri war gerade auf dem Heimweg, als ihn Männer auf der Straße anhielten. Sie zwangen ihn unter Androhung von Schlägen Speisen zu essen, die zuvor Hindugottheiten geopfert worden waren. Die von den Angreifern herbeigerufene Polizei hielt den Pastor aus "Sicherheitsgründen" zwei Stunden lang fest.
18.03.2010Großbritannien: Pfarrer vom Radiosender entlassen
Ein christlicher Prediger wurde von einer staatlichen Radiostation, die an die asiatische Gesellschaft gerichtet ist, wegen seines christlichen Glaubens und seiner Überzeugungen diskriminiert. Auf Sendung hat Pfarrer Masih aus christlicher Sicht über die Einzigartigkeit von Christus gesprochen. Er hat nun das Recht bekommen seinen Fall vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen.
17.03.2010Deutschland: Fußwaschbecken für Muslime
Während in immer mehr nordrhein-westfälischen Gerichtssälen die Kreuze entfernt wurden, ist vor kurzem bekannt geworden, dass im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf Fußwaschbecken für Muslime eingebaut worden sind. Damit solle ihnen ermöglicht werden, während der Verhandlungstage ihren religiösen Ritualen zu folgen. Durch weitere Verhandlungen wird gehofft, dass die Kreuze wieder ihren Platz im Gerichtssaal finden.
16.03.2010Ägypten: Freispruch für Mord an Christen
Ein Gericht sprach vier Muslime frei, die wegen des Mordes am 19.10. 2009 an dem Christen Farouk Attallah (61) angeklagt waren. Das Gericht berücksichtigte auch die Aussagen der vorhandenen Belastungszeugen nicht. Die Mörder feuerten 31 Kugeln auf den Kopf des Opfers ab, bevor sie ihn auf dem belebten Dorfmarktplatz enthaupteten. Der tote Körper wurde dann, begleitet von Siegesrufen, durch die Straße gezogen. Die Verhaftung der Täter entfachte gewalttätige Ausschreitungen muslimischer Ägypter gegen die Kopten in Dairout. Läden, Apotheken und Häuser in christlichem Besitz wurden geplündert und angezündet.
15.03.2010Usbekistan: Drogen in die Jackentasche?
Unverändert werden Menschen wegen religiöser Betätigung ohne staatliche Registrierung bestraft. Der Baptist Tohar Haydarov (28) wurde am 18.1. 2010 verhaftet, zu einer Polizeistation gebracht und unter Drohungen aufgefordert, seinem Glauben abzuschwören. Ihm droht nun eine Anklage wegen Herstellung oder Besitz von Drogen. Dafür drohen ihm im Falle einer Verurteilung bis zu 5 Jahre Haft. Die Glaubensgeschwister Haydarovs sind davon überzeugt, dass die Polizei die Zündholzschachtel mit Drogen, die in seiner Manteltasche gefunden wurde, dorthin geschmuggelt hat. Ebenso wie eine Tüte mit Marihuana, die danach im Badezimmer seiner Wohnung „entdeckt“ wurde, als man seine Wohnung in seiner Abwesenheit durchsuchte. Bibeln, christliche Liederbücher und CDs wurden konfisziert. Im Bericht des Gerichtsarztes werden Blutergüsse im Bereich der Schultern und des Nackens erwähnt. Die Baptisten vermuten, dass jetzt ein Strafverfahren wegen „Verstoß gegen das Religionsgesetz“ folgt.
14.03.2010Tadschikistan: Gericht verbietet Baptistengemeinde
Eine Baptistengemeinde in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe wurde ein Betätigungsverbot verhängt, weil sie sich ohne staatliche Registrierung in einer Privatwohnung zum Gottesdienst versammelt. Die Mitglieder der Gemeinde haben jetzt beim Stadtgericht Berufung gegen dieses Verbot eingelegt. Die Richterin Soliya Ismailova, die das Verbot verhängt hat, verteidigte ihre Entscheidung und bestritt, dass dadurch die Glaubensfreiheit der Baptisten verletzt würde. „Das Gesetz verlangt, dass sich alle nichtstaatlichen Organisationen registrieren lassen“, erklärte die Richterin. Die Baptistengemeinde versammelt sich ungeachtet der angefochtenen Gerichtsentscheidung weiter zum Gottesdienst.
13.03.2010Syrien: Diskriminierung christlicher Minderheit
In zwei syrischen Dörfern darf die aramäische Schrift nicht mehr verwendet werden. In den Bergdörfern Maalula und Dschubbadin wird von der christlichen Bevölkerung bis heute das Neuwestaramäische gesprochen und geschrieben, eine Spätform des Aramäischen, das vor 2000 Jahren auch Jesus als Muttersprache sprach. Alle Bücher, Postkarten, Devotionalien und Ähnliches mussten entfernt werden, die in der aramäischen Schrift abgefasst oder auch nur mit Aufschriften in aramäischer Schrift versehen waren. Die offizielle Begründung der Anordnung lautete, die in Maalula gebräuchliche aramäische Schrift sei der hebräischen, die in Israel Verwendung findet, sehr ähnlich. Offiziell befindet sich Syrien noch immer im Krieg mit Israel.
12.03.2010Pakistan: Von den Brüdern verfolgt
Der heute 26-Jährige verlor seine Eltern, als er noch ein Kind war. Sie waren Christen. Auch nach ihrem Tod hielt Riaz Masih an seinem Glauben an Jesus Christus fest. Zum Ärger seines Ziehvaters. Der islamische Geistliche nahm Riaz und seine fünf Geschwister in sein Haus auf. Er lehrte sie den Koran und hat Masihs vier Brüdern und seiner Schwester ein großes Stück Bauland und je 500.000 Rupien – fast 4.400 Euro - als Belohnung versprochen, wenn sie das islamische Glaubensbekenntnis sprechen und damit zu Muslimen werden. Und das taten sie. Einzig Riaz Masih blieb seinem Glauben an Jesus Christus treu. Riaz Masih weiss, dass seine Brüder und sein Ziehvater nach ihm suchen. Er ist überzeugt, dass sie ihn töten wollen. In diesem Moment lebt er irgendwo in Pakistan versteckt vor seinen Verfolgern.

