Aktuelle Gebetsanliegen aus dem AKREF
Auf diesen Seiten stellen wir tägliche Gebetsanliegen des Arbeitskreis für Religionsfreiheit - Menschenrechte - Verfolgte Christen der Evangelischen Allianz zur Verfügung.
04.02.2012Indonesien: Zwei protestantische Kirchen niedergebrannt
Über 1000 Moslems brannten im Norden Sumatras in einer Nacht zwei protestantische Kirchen nieder. Zur Begründung nannten Muslime, dass sie der zu vielen Christen und deren Gebete überdrüssig seien, zumal die christlichen Gemeinschaften keine staatliche Genehmigung besäßen. Die Kirchen gehörten der pfingstlerischen Gemeinschaft, die zum größten Teil der Volksgruppe der Batak angehört. Laut Polizeiangaben, habe es sich um „Gebetsstätten“ aber nicht um Kirchen gehandelt, da keine entsprechenden Genehmigungen vorlägen. Die Genehmigung zur Errichtung einer Kirche ist ein langwieriger Behördenlauf, der von der muslimischen Mehrheit nach Möglichkeit boykottiert wird.
05.02.2012Iran: Ungewöhnliches Ende einer Teestunde
Trotz des unverminderten Verfolgungsdrucks auf Christen muslimischer Herkunft bilden sie den größten Teil der christlichen Minderheit in der islamischen Republik Iran. Drei Viertel der etwa 460.000 Christen sind ehemalige Muslime, schätzt das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors. Ihnen gilt primär die Schärfe der Verfolgung. Doch trotz des harten Kurses der Regierung und islamischer Geistlicher gründen Konvertiten weiter Hausgemeinden. Einige Konvertiten brennen darauf über ihren christlichen Glauben auch gern Verwandten zu erzählen. So auch eine junge ehemalige Muslimin, die am Ende einer Teestunde das offene eigene Gebet vorschlug. Ihre Teegesellschaft war erstaunt – aber einverstanden. Sie braucht immer wieder viel Weisheit ihren christlichen Glauben in Liebe mutig weiterzugeben.
06.02.2012Kirgistan: Nicht registrierte Gemeindeanträge warten auf Bearbeitung
Viele nicht registrierte protestantische Kirchen und Gemeinden warten noch immer auf die Bearbeitung ihrer Registrierungsanträge. Ohne staatliche Registrierung ist jede religiöse Betätigung illegal. So verlangt es das repressive Religionsgesetz aus der Ära Bakiev, entgegen internationalen Menschenrechtsstandards. Ein großes Hindernis dabei ist, dass mindestens 200 Gründungsmitglieder als kirgisische Staatsbürger mit Wohnsitz in Kirgistan da sein müssen und ihre Identität vor staatlichen so wie vor Lokalbehörden nachweisen müssen.
07.02.2012Laos: Zwei Pastoren freigelassen
In der Demokratischen Volksrepublik Laos sind zwei Pastoren nach einjähriger Haft freigelassen worden. Sie waren im August als „Gefangene des Monats“ benannt. Polizisten hatten sie am 4. Januar 2011 in Nakoon verhaftet, wo eine Feier für Weihnachten vorbereitet werden sollte. Zusammen mit neun anderen Christen, darunter auch Kinder, wurden Wanna und Yohan auf einem LKW zu einem Gefängnis in die Stadt Takkhet gebracht. Man warf ihnen vor, ein „Geheimtreffen“ veranstaltet zu haben. Bis auf diese Beiden kamen damals die andern kurz danach wieder frei. Danke für alle Gebete.
08.02.2012Nigeria: „Gott ist unsere Zuflucht und Stärke“
Mit Bomben und Terror werden Christen vertrieben. Mindestens 300 Christen wurden bereits in diesem Jahr grausamst getötet. Die Terrorgruppe Boko Haram, die sich dazu bekennt, setzt seine Anschlagsserie weiter fort. Sie gaben der christlichen Bevölkerung ein Ultimatum in drei Tagen zu verschwinden. Sie wollen einen christenfreien Norden beanspruchen und aus Nigeria einen streng islamischen Gottesstaat machen. Keiner weiß wann die radikal islamische Gruppe erneut zuschlagen wird. Darum hat die große Flucht begonnen. Bisher sind es 35.000 Menschen, die aus dem Norden Nigerias vor Boko Haram flüchten. Es herrscht Panik. Viele haben alles zurück gelassen und laufen um ihr Leben in Richtung Süden.
09.02.2012Pakistan: Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe entführt
Die Entführung von zwei Mitarbeitern der Deutschen Welthungerhilfe hat erste 12 Festnahmen in Multan bewirkt. Am 19.1.12 wurden Giovanni Lo Porto und Bernd Johannes aus Multan in der Proivnz Punjab verschleppt. „Es handelt sich um ein ungerechtes und unangemessenes Vorgehen, da die Welthungerhilfe sich für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe einsetzt und dabei Spendengelder in großem Umfang für die Flutopfer zur Verfügung stellt. Sollte die Organisation das Land verlassen müssen, werden darunter vor allem die Armen leiden“, so Rashid Rehman Khan von der pakistanischen Nichtregierungsorgansiation.
10.02.2012Somalia: 40 Peitschenhiebe für junge Christin
Sofia Osman, eine Christin muslimischer Herkunft, wurde von Anhängern der radikal-islamischen Gruppe Al Shabaab entführt und öffentlich unter Jubelrufen Umstehender ausgepeitscht. Aussagen einheimischer Informanten zufolge, sollte die 28-Jährige damit für ihren Glaubenswechsel vom Islam bestraft werden. Bereits im vorigen November war sie von den Extremisten verschleppt worden. Sofia Osman entstammt einer traditionell muslimischen Familie. Vor vier Jahren wurde sie Christin und gehört seitdem einer christlichen Untergrundgemeinde an. "Bitte betet für ihre schnelle Genesung“, schreibt Open Doors.
11.02.2012Sudan: Lösegeldforderung für zwei entführte Priester
Für die beiden katholischen Geistlichen, P. Joseph Makewy(40) und P. Sylvester Mogga(35), die am 15. Januar in Rabak im Südsudan verschleppt wurden, ist für die Freilassung ein Lösegeld in Höhe von 500.000 sudanesischen Sterlings gefordert. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. „Man möchte eine Lösung finden, die verhindert, dass ein Präzedenzfall geschaffen wird, der zu weiteren Entführungen ermutigt", so ein Beobachter. In der Region fanden bereits in der Vergangenheit immer wieder Entführungen mit dem Ziel der Erpressung von Lösegeld statt.



