Liebe Freunde und Beter!

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Herzlichen Dank, dass Sie sich an der Gebetsaktion „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ während des islamischen Fastenmonats Ramadan beteiligen wollen.
Vor ca. 20 Jahren hatten einige Christen die Idee, im Fastenmonat Ramadan besonders für Muslime weltweit zu beten, denn der islamische Fastenmonat ist ein ganz besonderer Monat: Im neunten Monat des islamischen Mondjahres wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet. Alle Männer und Frauen verzichten auf Essen und Trinken, Rauchen, Intimität und nach Möglichkeit auch auf Medikamente. Schlechtes Gerede und Handeln sollen unterbleiben. Alle Menschen sind zur Versöhnung aufgerufen sowie zu Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Großzügigkeit gegen die Armen. Obwohl man offiziell erst ab der Pubertät fasten muss, fasten auch häufig schon die Kinder mit, wenigstens einen Teil der Zeit. Das führt dann oft dazu, dass die Kinder schon in der Grundschule beim Unterricht müde und unkonzentriert sind. Den Ramadan absichtlich zu missachten, gilt in der Theologie als schwere Sünde. Deshalb und weil kulturell das Fasten fest verwurzelt ist, fasten beinahe alle Muslime, auch hier im Westen, wenigstens einen Teil der Zeit. Kranke, Alte, Schwangere und Stillende wären sogar davon befreit - manche von ihnen fast aber dennoch in der Hoffnung, dass Allah diese Anstrengung extra belohnen wird, andere geben zusätzliche Almosen als Ersatz.

Manche Muslime lesen im Monat Ramadan den Koran oder einen Teil davon, besuchen häufiger die Moschee und hoffen auf Sündenvergebung.

Besondere Bedeutung hat die „Nacht der Macht“, die vom 26. auf den 27. Ramadan gefeiert wird (Sure 97,1). Diese Nacht gilt als der wahrscheinlichste Zeitpunkt der Herabsendung des Korans und soll daher von „Heil und Segen“ erfüllt sein (Sure 97,5).

Besonders der Verzicht auf Wasser über so viele Stunden hinweg ist in der heißen Jahreszeit eine harte Prüfung für die Menschen. Eine Prüfung soll der Fastenmonat auch sein, eine Prüfung des Glaubens und der Geduld sowie eine Zeit der besonderen Erinnerung an alles Gute, was Allah den Menschen zukommen lässt. Der Glaubende erbringt damit ein gutes Werk, das ihm im Jüngsten Gericht angerechnet und gegen seine Sünden und Versäumnisse aufgewogen wird.

Der Ramadan endet mit einem besonderen Fest, dem Fest des Fastenbrechens. Dazu gehören Gebete und ein Moscheebesuch sowie ein ausgiebiges Familienfest. Schon vorher wird gekocht und gebacken, die Kinder bekommen Geschenke und neue Kleidung, auch die Armen werden beschenkt.

So ist der Fastenmonat eine Zeit der geistlichen Besinnung, aber auch der Anstrengung, die der Mensch erbringen muss, um zu „glauben und das Rechte zu tun“ (Sure 4,173). Nur wenn beide Bedingungen erfüllt sind, kann der Glaubende hoffen, im Jüngsten Gericht Annahme bei Allah zu finden. Die meisten Muslime, die wir Ihnen in diesem Heft vorstellen, haben noch wenig oder gar nichts vom Evangelium von Jesus Christus gehört, der jedem Menschen seine Liebe und die Gewissheit der Vergebung schenken will.

Durch Ihr Gebet kann Gott Türen und Menschenherzen für seine Botschaft öffnen, damit sie Jesus Christus als ihrem Erlöser, Retter und Freund begegnen.