Satzung der Deutschen Evangelischen Allianz

Präambel

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) ist ein Bund von Christen, die Mitglieder evangelischer Landeskirchen und landeskirchlicher Gemeinschaften, evangelischer Freikirchen sowie freier Werke und Verbände sind. Als Bund fördert die DEA die Verbindung von Christen, die sich aufgrund der Heiligen Schrift im persönlichen Glauben und Gehorsam zu Jesus Christus bekennen, wie es in der "Glaubensbasis" der DEA festgelegt ist.

Die Evangelische Allianzbewegung ist seit ihrer Entstehung im Jahre 1846 von der Überzeugung getragen, das die Gemeinde Jesu Christi in ihm ihre vorgegebene Einheit hat. Das Einssein findet seinen Ausdruck

  • im gemeinsamen Gebet,
  • im gemeinsamen Dienst der Mission, Evangelisation und Diakonie,
  • im Wahrnehmen öffentlicher Verantwortung in der Gesellschaft,
  • im Eintreten für Leidende und um des Glaubens willen Verfolgte in aller Welt,
  • in gemeinsamer Suche nach Buße, wo sich die in Christus geschenkte Einheit bedroht zeigt.

Auf diese Weise trägt die evangelische Allianzbewegung dazu bei, die Christen - und dadurch zugleich ihre jeweiligen Kirchen - einander nahezubringen.

Unter dieser Zielsetzung gibt sich die Deutsche Evangelische Allianz folgende Ordnung:

§ 1 Zweck der Deutschen Evangelischen Allianz e. V. (DEA)

Im Sinne ihrer Präambel belebt und fördert die DEA die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus, vor allem in Mission, Evangelisation, Seelsorge und Diakonie. Sie sorgt für die dazu nötigen Initiativen und die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen.

Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

§ 2 Name, Sitz und Rechtsform

Die Deutsche Evangelische Allianz ist ein eingetragener Verein und hat seinen Sitz in Bad Blankenburg/Thüringen. Sie ist Rechtsnachfolger der Evangelischen Allianz in der DDR und der Deutschen Evangelischen Allianz e. V. mit Sitz in Stuttgart.

§ 3 Gewinn- und Kapitalverteilung
  1. Die DEA ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
  3. Die Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vermögen der DEA. Ebenso können diese nicht für Verbindlichkeiten der DEA haftbar gemacht werden.
§ 4 Mitgliedschaft

Mitglieder der DEA sind die bisherigen Mitglieder des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz e. V. und des Komitees der Evangelischen Allianz in der DDR.

Die Aufnahme eines Mitgliedes erfolgt auf Vorschlag des Geschäftsführenden Vorstandes (§ 6 Ziffer 1) durch die Mitgliederversammlung.

Die Mitgliedschaft erlischt:
a)  durch den Tod
b)  durch freiwilligen Austritt, der jederzeit schriftlich erklärt werden kann
c)  durch Ausschluß, über den die Mitgliederversammlung nach Anhören des Geschäftsführenden Vorstandes entscheidet.

§ 5 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 6 Organe
  1. Mitgliederversammlung:
    Sie ist jährlich mindestens einmal einzuberufen.
    Alle näheren Einzelheiten regelt die von der Mitgliederversammlung beschlossene Geschäftsordnung.
  2. Der Geschäftsführende Vorstand:
    Er setzt sich zusammen aus dem Ersten Vorsitzenden, dem Zweiten Vorsitzenden, dem Schatzmeister, dem Generalsekretär und bis zu neun weiteren gewählten Mitgliedern.
  3. Beschließende und beratende Ausschüsse:
    Der Geschäftsführende Vorstand kann für einzelne Arbeitsbereiche beratende und mit Zustimmung der Mitgliederversammlung beschließende Ausschüsse einrichten. Näheres regelt die Geschäftsordnung.
§ 7 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung beschließt über

  1. die Bestellung des 1. und 2. Vorsitzenden, des Schatzmeisters und des Generalsekretärs sowie der anderen Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes. Sie werden auf die Dauer von 6 Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich.
  2. den Wirtschaftsplan und den Rechnungsbericht
  3. die Entlastung des Geschäftsführenden Vorstandes
  4. die Bildung von Arbeitskreisen und Ausschüssen, soweit sie nicht nach § 6 Ziff. 3 durch den Geschäftsführenden Vorstand als beratende Ausschüsse berufen werden.
  5. Bei Beschlußfassungen entscheidet die Mehrheit der erschienenen Mitglieder, bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
  6. Bei Satzungsänderungen ist eine Stimmenmehrheit von 2/3 der Mitglieder erforderlich.
§ 8 Rechte und Pflichten des Geschäftsführenden Vorstandes

Vorstand im Sinne von § 26 BGB sind der Erste Vorsitzende, der Zweite Vorsitzende, der Generalsekretär, der Schatzmeister und ein weiteres Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands, das vom Geschäftsführenden Vorstand gewählt wird. Vertretungsberechtigt sind der Erste Vorsitzende und der Generalsekretär gemeinsam oder je mit einem anderen Mitglied des Vorstandes im Sinne von § 26 BGB.

Dem Geschäftsführenden Vorstand obliegt die Geschäftsleitung, die Ausführung der Beschlüsse und die Verwaltung des Vermögens.
Ihm obliegt die Einberufung und Leitung der Mitgliederversammlung.

Die Einladungen erfolgen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung.

Über jede Verhandlung des Geschäftsführenden Vorstandes und der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das von dem Schriftführer und dem Vorsitzenden zu unterzeichnen ist und in der nächsten Sitzung der Bestätigung bedarf.

Der Schatzmeister sorgt für eine ordnungsgemäße Buchführung. Er hat der Mitgliederversammlung einen Rechenschaftsbericht zu erstatten.

Zu den Aufgaben des Geschäftsführenden Vorstandes gehört, im Einvernehmen mit der Mitgliederversammlung einen hauptamtlichen Generalsekretär einzustellen bzw. abzuberufen. Er beschließt Anstellungen weiterer Mitarbeiter.

Die Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes haben keinen Anspruch auf Vergütung ihrer Tätigkeit, mit Ausnahme der angestellten Mitarbeiter.

§ 9 Auflösung

Die Auflösung der DEA kann nur in einer Mitgliederversammlung mit 2/3-Stimmenmehrheit der Mitglieder beschlossen werden, sofern die Tagesordnung der betreffenden Versammlung die Auflösung vorsah.

Bei Auflösung oder Aufhebung der DEA oder bei Wegfall ihres bisherigen Zwecks fällt das Vermögen an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder an eine andere als steuerbegünstigt besonders anerkannte Körperschaft zum Zweck der Verwendung für die innere und äußere Mission. Bei einem Wiederaufleben hat die begünstigte Körperschaft das ihr zugefallene Vermögen nach Maßgabe einer mit ihr zu treffenden besonderen Vereinbarung an die neue Körperschaft herauszugeben.

§ 10 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit Beschlußfassung der Mitgliederversammlung am 24./25. November 1992 mit Wirkung vom 01. Januar 1993 in Kraft und ersetzt die bisherige Satzung der Deutschen Evangelischen Allianz e. V. und die Ordnung der Evangelischen Allianz in der Deutschen Demokratischen Republik.

November 1994