09.02.2018

Deutschland: Der Mörder einer Christin

Asylbewerber aus Afghanistan tötete eine Landsfrau mit einem Küchenmesser

Traunstein (idea) – Im Prozess um die Ermordung einer Christin vor einem Supermarkt in Prien am Chiemsee verurteilte das Landgericht Traunstein den Täter am 9. Februar zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Es stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Der abgelehnte Asylbewerber Hamidullah M. – ein Moslem – hatte am 29. April 2017 seine 38-jährige Landsfrau Farima S. mit einem Küchenmesser niedergestochen. Sie starb wenig später im Krankenhaus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kam die Tat einer öffentlichen Hinrichtung gleich.

Verteidiger: Der Angeklagte hatte von klein auf mit Gewalt und Tod zu tun

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der 30-Jährige die Frau wegen ihrer Religionszugehörigkeit getötet. Sie war 2009 vom Islam zum Christentum übergetreten. Ihren späteren Mörder hatte sie 2013 bei der Tafel der Diakonie Prien kennengelernt und ihn eingeladen, ebenfalls Christ zu werden. Verteidiger Harald Baumgärtel hatte beantragt, auf die besondere Schwere der Schuld zu verzichten. Er verwies zur Begründung auf die „außergewöhnliche Lebenssituation“ des Angeklagten, der von klein auf mit Gewalt und Tod konfrontiert gewesen sei. In seinem Schlusswort hatte sich der Angeklagte bei den Hinterbliebenen entschuldigt. Zwei der vier Kinder des Opfers hatten die Tat mit angesehen.

Innenminister Herrmann: Übertritt vom Islam zum Christentum muss akzeptiert werden

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßte das Urteil als „gerechte Strafe“: „Die Botschaft ist ganz klar: Wir werden religiös motivierte Gewalt und Hass gegen Christen in unserem Land auf keinen Fall dulden. Ein Übertritt vom Islam zum Christentum muss in unserem Land von ausnahmslos jedem akzeptiert werden.“ Toleranz gegenüber Andersgläubigen gehöre zu den unabdingbaren Grundsätzen des Zusammenlebens. Herrmann: „Wer in unser Land kommt, muss bereit sein, das anzunehmen und sich entsprechend zu integrieren. Integration in Deutschland bedeutet ohne ‚Wenn und Aber‘, die christlich-abendländische Wertekultur zu tolerieren.“

Christliche Polizeivereinigung: Als Christen vor Gewalt nicht die Augen verschließen

Der Vorsitzende der Christlichen Polizeivereinigung (CPV), Kriminalhauptkommissar Holger Clas (Hamburg), sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, dass es immer wieder zu Gewalt gegen christliche Konvertiten komme. Er verwies auf Erkenntnisse des Bundeskriminalamtes, nach denen es im vergangenen Jahr zu fast 100 Angriffen auf Christen in Deutschland gekommen sei. Darüber hinaus gebe es eine hohe Dunkelziffer. Denn es sei eine „traurige Wahrheit“, dass viele Straftaten nicht zur Anzeige gelangten, vor allem wenn sie in Flüchtlingsheimen passierten. Häufig solidarisierten sich muslimische Zeugen und Sicherheitsdienste mit dem Täter. Christen bleibe dann oft nur die Flucht aus dem Flüchtlingsheim. Clas: „Hier dürfen wir als Christen nicht die Augen verschließen und Schuld auf uns laden, indem wir dieses massive Problem bagatellisieren.“ Deutschland dürfe das Wertesystem des Korans nicht akzeptieren. Denn nach dem Koran habe der Täter von Prien alles richtig gemacht, „so zynisch das auch klingt“.