01.01.2018

China: Gefangene des Monats Januar

Die Pastorin Xu Shizhen und ihre Tochter Xu Yuqing wurden im September festgenommen und inhaftiert.

Volksrepublik China, Foto:pixabay

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangene des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea die in der Volksrepublik China inhaftierte Pastorin Xu Shizhen und ihre Tochter Xu Yuqing benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die beiden Frauen einzusetzen und für sie zu beten. Polizisten und Beamte des Amtes für religiöse Angelegenheiten nahmen die beiden Christinnen am 22. September zusammen mit dem drei Jahre alten Sohn Yuqings, Shouwang, in der Stadt Xianning (Provinz Hubei) in Gewahrsam. Die zwei Frauen werden an einem unbekannten Ort festgehalten. Wer sich jetzt um den Sohn kümmert, ist ebenfalls nicht bekannt. Xu Shizhen ist Pastorin einer nicht registrierten Hauskirche, die an öffentlichen Plätzen die christliche Botschaft durch Predigten und musikalische Darbietungen verbreitet. Bereits Ende August hatten die Behörden die Pastorin deshalb verwarnt und ihr vorgeworfen, gegen die Vorschriften für religiöse Angelegenheiten verstoßen zu haben. Die IGFM und idea rufen dazu auf, in Briefen an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping um die sofortige Freilassung der beiden Christinnen zu bitten und auf das in der Verfassung garantierte Recht auf Religionsfreiheit hinzuweisen. Schätzungen zufolge leben in der fast 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik China bis zu 130 Millionen Christen. Viele treffen sich in staatlich nicht registrierten Gemeinden. Demnach gäbe es mehr Christen als die Kommunistische Partei Mitglieder zählt: 83 Millionen.

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