09.02.2018

Ägypten: Vor der Einweihung der Kirche

Kirche der koptischen Märtyrer soll am 15. Februar offizielle eingeweiht werden

Minya (Agenzia Fides) – Die Kirche, die nach den 21 koptischen Märtyrern "des Glaubens und der Heimat" benannt ist, die 2015 in Libyen von Kämpfern des so genannten Islamischen Staates (IS) enthauptet wurden, soll am kommenden 15. Februar, dem Fest dieser Märtyrer, offiziell eingeweiht werden. Der Kirche befindet sich in Al Our – einem Dorf in der Nähe der Stadt Samalut in der Provinz Minya, aus der 13 der 21 Märtyrer kamen – und der Bau wurde in den letzten Monaten fertiggestellt, womit nun am kommenden 15. Februar die feierliche Einweihung stattfinden kann. Zu der Feier werden viel Angehörige der koptischen Märtyrer erwartet. Bisher ist noch unklar, ob die sterblichen Überreste der Märtyrer am selben Tag in die Kirche überführt werden können. Die Leichen wurden im vergangenen September in einem Massengrab an der libyschen Küste nahe der Stadt Sirte gefunden.
Die 21 ägyptischen Kopten waren Anfang Januer 2015 in Libyen entführt worden. Islamistische Internetportale veröffentlichten das Video von der Hinrichtung am 15. Februar. Bereits eine Woche nach der barbarischen Tat, nahm der koptische orthodoxe Patriarch Tawadros II. die 21 koptischen Christen in das so genannte “Synaxarium”, das Buch der Märtyrer der koptischen Kirche auf. Das Fest der Märtyrer wird am 15. Februar gefeiert.
“Das Video von ihrer Hinrichtung“ so der koptisch-katholische Bischof von Guizeh, Antonios Aziz Mina, kurz nach der Veröffenltichung des Videos „wurde als schauerliche Filmszene konstruiert in der Absicht Angst und Schrecken zu verbreiten. Und dennoch kann man in diesem diabolischen Produkt der Fiktion und des blutigen Schreckens erkennen, dass einige der Märtyrer im Augenblick ihrer barbarischen Hinrichtung immer wieder sagen 'Herr Jesus Christus'. Der Name Jesu war das letzte Wort, das auf ihren Lippen erschien. Wie bei der Passion der ersten Märtyrer wandten sie sich an Ihn, der sie wenig später empfangen sollte. Und so haben sie ihren Sieg gefeiert, den Sieg, den ihnen kein Henker nehmen kann. Dieser im letzten Lebensmoment geflüsterte Name war wie das Siegel auf ihrem Martyrium”.
(GV) (Fides 9/2/2018).